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Eckernförder Zeitung

04. Dezember 2016 | 23:30 Uhr

Interview : „Die Unmittelbarkeit begeistert mich“

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Zehn Jahre A Capella-Benefizkonzerte des Rotary Clubs Eckernförde-Dänischer Wohld: Organisatorin Jutta Johannsen sprach mit Susanne Meise

Altenholz | A-Capella -Musik ist beliebt. Seit zehn Jahren organisiert der Rotary Club Eckernförde-Dänischer Wohld regelmäßig ein Benefizkonzert mit den Musikern, die ihre Instrumente immer bei sich haben – nämlich ihre Stimmen. Am Freitag, 14. Oktober, gibt es das Jubiläumskonzert im Eivind-Berggrav-Zentrum mit den Gruppen TonArt, EMMA, Eight Voices, Nur Wir, Multiple Voice und Teepunsch – und das ist bereits ausverkauft. Darüber freuen sich alle, aber eine ganz besonders: Organisatorin Jutta Johannsen. Über A-Capella-Musik – und was die Faszination ausmacht – sprach sie mit Susanne Meise.

Frau Johannsen, das A-Capella-Konzert unter Ihrer Organisation wird bereits zum zehnten Mal ausgerichtet – hatten Sie beim Start mit dieser Konstanz gerechnet?
Nein. Ich hatte nicht mit diesem Erfolg bei den Gruppen, die wirklich gern bei uns auftreten, und bei dem Publikum gerechnet.

Das Konzert zeichnet sich durch eine Mischung bekannter und neuer Bands aus – wie stellen Sie das Programm zusammen? Wo suchen Sie nach Protagonisten?
Ich versuche über das Jahr hinweg Ohren und Augen offen zu halten, gehe auch zu A-Cappella-Konzerten und weiß so, was sich in der Szene tut. Außerdem berät mich auch mein Freundeskreis, der ebenfalls A-Cappella-begeistert ist. Und ich versuche dann unterschiedliche Gruppen einzuladen, um eben ein abwechslungsreiches Programm zusammen stellen zu können.

Warum begeistert A Capella-Musik die Menschen so?
Ich kann nicht für andere sprechen, aber mich begeistert A-Cappella- Musik so, weil man wirklich miteinander musizieren muss und dies sehr ursprünglich. Man muss sehr präzise selbst „arbeiten“ und dabei sehr genau auf die anderen hören. Jeder kleine Fehler macht sich bemerkbar. Dies ist bei Chormusik nicht so, da geht auch mal ein Fehler in der Masse unter. Und diese Arbeit, die die Musiker bei A-Cappella leisten, begeistert auch das Publikum, diese Unmittelbarkeit. Und bei unseren Konzerten begeistert auch die Nähe zu den Gruppen.


Was verbinden Sie mit A Capella-Musik?
Ich selbst bin mit dem Chorsingen groß geworden, ich habe als Kind im St.-Nicolai-Kirchenchor gesungen, erst im Kinderchor, später bei den Erwachsenen, mit 17/18 Jahren habe ich dann dort aufgehört. Dies verbindet mich sicher mit dem Singen allgemein. Speziell bei A-Cappella ist es die Unmittelbarkeit und die hohe Musikalität der Sänger und Sängerinnen, die Intensität und Begeisterung, mit der alle singen, die mich fasziniert und begeistert.

Was wünschen Sie sich für den Abend in Altenholz?
Ich hoffe, dass am Ende des Abends alle, Sänger und Publikum, die Kirche beschwingt, fröhlich und zufrieden verlassen. Dies gilt – und galt– für alle Konzerte.


Gibt es etwas, auf das Sie sich ganz besonders freuen?
Dieses zehnte Konzert ist insofern besonders, weil fünf Gruppen von den sechs, die unserer Einladung gefolgt sind, mich, beziehungsweise uns, seit Anfang an begleiten: Eight Voices war bei den ersten Konzerten dabei und ist für mich ein Garant, dass der Saal, das heißt das Kirchenschiff gut besetzt ist. Sie sind einfach eine feste Größe in der A Cappella Szene. Entsprechendes gilt für die Gruppen Multiple Voice und Nur Wir – beide sind mit unserer Konzertreihe fest verbunden. Am engsten über all die Jahre besteht die Verbindung zu Multiple Voice, ohne sie fanden nur drei Konzerte statt, wenn ich das richtig erinnere. Und jedes Mal haben sie das Publikum begeistert – quasi von den Sitzen gerissen. Und ich freue mich, dass sie bei dem 10. Konzert wieder dabei sind.

Insgesamt glaube ich, dass dieses zehnte Konzert mit den sechs Gruppen ein „Feuerwerk“ – eine musikalische Jubiläumsparty – wird, und darauf freue ich mich sehr!

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erstellt am 04.Okt.2016 | 05:57 Uhr

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