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Eckernförde intern : Die Suche nach dem Kompromiss

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Eckernförde | Ein Zurück zur Belegabteilung ist unter den aktuellen Bedingungen ausgeschlossen. Wo sich früher mehrere Kinderärzte die Dienste teilten, haben zuletzt zwei Kinderärzte die Sonderschichten geschultert. Das funktionierte, weil die Klinik eigenes Personal beisteuerte. Jetzt sind mehrere Klinikärzte aus unterschiedlichen Gründen ausgefallen, auch sind neue rechtliche Bestimmungen zu beachten. Und da niedergelassene Kinderärzte, die neben ihrer Praxisarbeit noch zusätzliche Dienste schieben, nicht vom Himmel fallen, Kinder und Jugendliche aber weiterhin kompetent und verlässlich im Eckernförder Krankenhaus behandelt werden sollen, muss ein Kompromiss her.

Und der liegt jetzt vor. Ob alle Seiten ihr Potenzial dabei voll ausgeschöpft haben, ist für Außenstehende schwer zu beurteilen. Wichtig ist, dass der Kreis als Besitzer einer Klinik an zwei Standorten, die Geschäftsführung, die möglichst schwarze Zahlen erwirtschaften soll, und die Ärzte, denen sich die Patienten anvertrauen, verantwortungsbewusst handeln und als Grund- und Regelversorger soweit wie möglich und wirtschaftlich darstellbar allen Bevölkerungsschichten die bestmöglichen medizinischen Leistungen bieten. Wenn knie- und hüftgeplagte Patienten Linderung und Heilung in Eckernförde finden, sollte dies auch dem kränkelnden Nachwuchs gewährt werden. Wichtig sind dafür die pädiatrische Kompetenz des Ärzte- und Pflegeteams, die es weiterhin geben muss, und eine flexible kindgerechte Ausstattung des Hauses.

Dass die bisher beteiligten beiden Kinderärzte aus Eckernförde weiterhin als Honorarkräfte für Vormittagsdienste und die Rufbereitschaft zur Verfügung stehen und innerhalb von 30 Minuten da sind, wenn sie gebraucht werden, ist Teil des Kompromisses und zumindest ein kleiner Trost für die vermutliche Schließung der schon jetzt kaum mehr existenten kleinen Kinderstation.

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erstellt am 04.Mär.2017 | 06:04 Uhr

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