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Eckernförder Zeitung

10. Dezember 2016 | 08:05 Uhr

Standpunkt : Die Stunde der Wahrheit

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Neue Perspektiven für Green Screen

Gerald Grote ist der komplette Gegenentwurf eines stromlinienförmig durchgecoachten Festivalleiters. Grote trägt seinen Charakter auf der Haut und auf der Zunge und hat Green Screen damit groß gemacht. Und es ehrt ihn im besonderen Maße, dass er erkannt hat, dass jetzt nach zehn Jahren ein Schnitt und ein neuer Festivalleiter her müssen, um aus dem erfolgreichen Landesfestival auch auf Bundesebene eine große Nummer zu machen. Grote sieht seine Mission als erfüllt an, er hat im Norden alle Register gezogen, bis hin zu einem Kameraüberfall auf die ahnungslosen und bis dato finanziell zugeknöpften Landespolitiker mit der Frage, ob sie Green Screen denn überhaupt kennen und wissen, welche Bedeutung das Eckernförder Festival für die Kultur in Schleswig-Holstein hat. Die Antworten waren ernüchternd.

Dirk Steffens wird so etwas nicht machen. Dem populären ZDF-Moderator steht die mediale Welt per se offen. Er wird in Sendungen und Talkshows eingeladen, steht ohnehin im Rampenlicht und geht damit höchst professionell um. Davon kann das Internationale Naturfilmfestival nur profitieren. Zumal der Journalist und Naturfilmer beide Branchen aus dem Eff-Eff kennt, ein sehr hohes Renommee genießt und seine Botschaften so glaubwürdig, überzeugend und sympathisch rüberbringt, dass sie ihre Wirkung meist nicht verfehlen. Der neue ehrenamtliche Leiter kann Green Screen mit Unterstützung des einmaligen Helferteams auf ein noch höheres Level hieven kann – mit allen positiven Folgen auch für die Festivalstadt Eckernförde.

Wenn allerdings die Ratspolitiker nach dieser personellen Steilvorlage nicht endlich zu Potte kommen und schleunigst die Standort- und Betreiberfrage für ein Kino klären, ist dieser Entwicklungsschub gefährdet. Die Politik muss jetzt in Absprache mit Coop und Rewe eine Entscheidung zum Sky-Kino treffen. Falls es nichts werden sollte, muss umgehend eine Alternative her. Wird aber weiter ohne Bodenkontakt in die Zukunft visionisiert, ist das aufstrebende Festival gefährdet, wobei der Verlust des bedeutendsten Aushängeschildes der Stadt billigend in Kauf genommen wird. Ein (Natur-)Filmfestival ohne Kino hat keine Zukunft, und andere Städte würden sich freuen, ein solches Kleinod übernehmen zu dürfen.

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erstellt am 07.Nov.2016 | 13:41 Uhr

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