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Eckernförder Zeitung

11. Dezember 2016 | 07:21 Uhr

Musikvideo : Die Steilküste als Musik-Kulisse

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Eckernförder Malte Lehnung und Frederik Wilkening haben ein Drehbuch mit der Steilküste in Altenhof als Kulisse für ein Musikvideo geschrieben.

Eckernförde | Die Nacht war ungemütlich: Ein Zelt an der kalten Steilküste, schmutziges Campinggeschirr davor, eine leere Flasche Whisky. Ein müder junger Mann steckt seinen Kopf aus seiner notdürftigen Unterkunft, wäscht sich sein Gesicht in der Ostsee, wirkt nachdenklich und traurig. Eine Entscheidung quält ihn. Was soll er machen? Was ist richtig und was ist falsch?

So beginnt das neue Video der Hamburger Band „Richtung London“, in der der gebürtige Eckernförder Malte Lehnung, der auch das Lied geschrieben hat, Gitarre spielt. Zusammen mit Frederik Wilkening – ebenfalls ursprünglich aus Eckernförde – hat er das Drehbuch geschrieben. Das Video wurde an der Steilküste in Altenhof gedreht, Frederik Wilkening spielt die Hauptrolle.

„Es gibt keinen Kompass, der weiß, was ist richtig, was ist falsch.“ Der Refrain erklärt die Bilder: Es geht um eine Frau. Ist sie die Richtige? Am Ende entscheidet sich der Protagonist für sie – gerade noch rechtzeitig, bevor sie aus seinem Leben verschwunden wäre.

Die Mitglieder der Band „Richtung London“ haben zusammen Musik in Hamburg studiert. 2014 haben sie sich zusammengetan, um Rock-Pop mit deutschen Texten zu spielen. „U2 hat uns beeinflusst, aber auch Coldplay“, sagt Malte Lehnung (30). „Nur wir wollen Lieder mit deutschen Texten, die sich dennoch internationaler anhören.“ Deshalb auch der Bandname „Richtung London“.

Mit Frederik Wilkening hat er etwas gemeinsam: Beide haben jahrelang in der Eckernförder Kneipe „Frau Clara“ gejobbt. In Hamburg trafen sich der freiberufliche Musiker und der angehende Schauspielschüler wieder und beschlossen die Zusammenarbeit. „Das Lied Kompass ist entstanden, als ich noch gependelt bin“, erklärt Malte Lehnung. Seine Frau wohnte noch in Eckernförde, er hatte seinen Lebens- und Arbeitsmittelpunkt schon nach Hamburg verlegt. „Aus dieser Orientierungslosigkeit entstand der Refrain. Dieses Gefühl von ’niemals irgendwo ankommen, wo alles richtig ist’ und irgendwie keinen Platz wie zu Hause zu haben, hat mich verrückt gemacht. Zum Glück war es auch eine inspirierende Zeit und inzwischen wohnen wir gemeinsam in Altona.“ Für Frederik Wilkening ist das Video „ein Spiegel auf das Leben in unserer Zeit. Eine Zeit, in der wir dank Facebook gezwungen sind, nie wieder alleine zu sein und uns dennoch immer mehr so fühlen.“

Mit dem Video auf Youtube will die Band Aufmerksamkeit erregen. „Es wäre ein Traum, wenn wir als Band von unserer Musik leben könnten“, so Lehnung. „Und mit einem Video kann man mehr auf sich aufmerksam machen als mit der reinen Musik.“ Auch ein anderes Musikvideo („Unsere Farben“) steht schon online. Es wurde ebenfalls komplett in Eckernförde und Umdrehung gedreht.

Für die Band „Richtung Hamburg“ steht das Ziel fest. Wer sich von ihr überzeugen möchte, kann sie demnächst in Hamburg live erleben.

 

Auftritte in Hamburg: Grüner Jäger (16.5.), Markx (19.5.), Pooca Bar (2.6.)

www.youtube.com/watch?v=YeKwbc14VwY

 

 

 

 

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