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Eckernförder Zeitung

09. Dezember 2016 | 02:57 Uhr

Traumschiff : Die noblen 20er-Jahre in Eckernförde

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Das „Traumschiff“ Deutschland stattete Eckernförde am Sonnabend zum ersten Mal einen Besuch ab. Der Kreuzfahrer kehrt 2017 viermal wieder.

Eckernförde | Einst wurde Touristikmananger Stefan Borgmann belächelt, als er 2011 im Rahmen einer großen Tourismusveranstaltung mit der Idee, Eckernförde als Anlaufpunkt für Kreuzfahrer auszuweisen, erste Gespräche knüpfte. Heute lachen die damaligen Kritiker nicht mehr, denn seit einem Jahr gehört die Fördestadt als festes Anlaufziel zum Routenplan der beiden Kreuzfahrschiffe „Albatros“ und „Deutschland“. Letzteres – landläufig als „Traumschiff“ aus der gleichnamigen Fernsehserie bekannt – ankerte am Sonnabend erstmalig vor Eckernförde und wird im kommenden Jahr noch viermal wiederkehren.

„Damit das alles so klappt, steckte konzeptionell viel Aufwand dahinter mit einer Vorlaufzeit von gut vier Jahren“, berichtet Borgmann und nennt als eine der Voraussetzungen die Bereitstellung einer abgesicherten Pier mit strenger Zugangskontrolle. Betrachtet man andere Orte, die permanent im Fokus und Frequentierung verschiedener Veranstalter stehen, wollten „Phoenix Reisen GmbH“ seinen Passagieren mit Eckernförde auch einen Ort bieten, wo ein Kreuzfahrer auf Reede noch Beachtung findet, wie die zahlreichen Boote, die das ankernde Schiff ständig umrundeten, bewiesen.

Dass gediegener Luxus den Passagier umgibt, wenn er auf einem der bis zu neun Decks wandelt, davon konnten sich Borgmann und Dietmar Steffens als verantwortlicher Hafenbetreiber bei einem Besuch an Bord überzeugen. Ganz im Stil der 20er Jahre vom einstigen, aus Neustadt stammenden Reeder Peter Deilmann in Auftrag gegeben, finden sich großzügige Salons, die mit Bezeichnungen wie „Lido“ oder „Lilli Marleen“ der Epoche gerecht werden. Aber auch gemütliche Nischen wie beispielsweise in der Bar „Zum Alten Fritz“ zeugen von der Detailversessenheit des Auftraggebers des 175 Meter langen und 23 Meter breiten Schiffes, das 1998 vom Stapel lief. Glänzendes Messing in allen Treppenaufgängen und Deckshandläufen lässt den gewaltigen Polieraufwand erahnen, der durch die beiden damit Beauftragten für das ganze Schiff zu leisten ist.

Für die Landgänger fing das Programm am Sonnabend schon mit der Durchfahrt der Holzbrücke an, die für jedes der Transferboote immer wieder geöffnet wurde, um die Anlegestelle Museumsbrücke zu erreichen. Musikalisch empfangen vom Schleswiger Shantychor ging es entweder im Rahmen eines Führungsprogramms weiter, ließ man sich wie Jasminka und Eva-Maria Stadler mit einem 63er Cadillac Cabrio zu sehenswerten Punkten fahren, oder erkundete wie Renate Bock aus Witten mit Ehemann die Stadt auf eigene Faust. Auch wurde die Sicherheitsabsperrung zum Ort der Begegnung: „Wir haben uns mit unseren Eckernförder Freunden hier verabredet“, berichteten Anette und Lutz Maskow, während Giesela Reinhart, Kirsten Stephan und Hannelore Schulze neugierig an der Absperrung standen mit den Worten: „Es ist ein großartiges Ereignis und die tolle Stimmung hier macht neugierig.“


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