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Eckernförder Zeitung

24. Februar 2017 | 02:18 Uhr

Kielregion : Die Mobilität der Zukunft

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Ein Masterplan Mobilität für die Kielregion soll her. Die Auftaktveranstaltung dazu hat auf der Carlshöhe stattgefunden.

Eckernförde | Bus und Bahn haben lange ihren guten Dienst geleistet – und sie werden auch in Zukunft weiterhin wichtig sein. Doch das Thema Mobilität lässt noch viele kreativere Ideen zu: Wieso nicht im Anschluss an die Bahnreise ein Elektro-Klapprad an der Mobilitätsstation im Bahnhof mieten oder die weitere Strecke mit dem Carsharing-Auto zurücklegen?

Das haben sich am Donnerstagnachmittag mehr als 120 Teilnehmer an der Regionalkonferenz in der Dampsoft-Akademie auf der Carlshöhe gefragt. Die Kielregion hatte eingeladen – das ist der Zusammenschluss der Kreise Plön und Rendsburg-Eckernförde sowie der Landeshauptstadt Kiel. Unter den Teilnehmern waren Kiels Oberbürgermeister Dr. Ulf Kämpfer als Aufsichtsratsvorsitzender der Kielregion sowie die Kreispräsidenten und Landräte der Landkreise, ebenso Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Verkehrsplanung.

Ein „Masterplan Mobilität“ soll entstehen, in dem eben solche Ideen ihren Niederschlag finden. Die Regionalkonferenz war nun der Auftakt zu der ersten gemeinsamen Mobilitätsplanung der Beteiligten, die sonst alle ihr eigenes Süppchen gekocht haben. Es folgen noch weitere Konferenzen, bis am Ende ein Handlungskonzept vorliegen soll. Das wird für den Sommer 2017 erwartet.

Ein zentrales Thema bei der Auftaktkonferenz war beispielsweise die „multimodale“ Mobilität, also die Nutzung von mehr als einem Verkehrsmittel im Alltag. „Die Menschen verändern ihr Verkehrsverhalten – entsprechend brauchen wir auch neue Mobilitätslösungen“, erläuterte Janet Sönnichsen, Geschäftsführerin der Kielregion. In verschiedenen Workshops standen neben öffentlichen Verkehrsmitteln, Schülerbeförderung und Wirtschaftsverkehren auch Fahrradwege im Fokus. Zu den vorgeschlagenen Maßnahmen gehört beispielsweise ein Netz von ausgebauten schnellen Radrouten, das die Städte in der Kielregion verbindet. Eine andere Idee aus den Workshops war es, während der Bauphase auf der A7 Werbung für Bus und Bahn zu machen. Zudem wünschten sich die Teilnehmer eine regionale Kundenkarte, mit der man den öffentlichen Nahverkehr und andere Mobilitätsangebote, wie beispielsweise Car-Sharing und Dienstleistungen bargeldlos nutzen kann.

Alle waren sich einig: Die Mobilitätsbedürfnisse der Menschen kennen keine Stadt- oder Kreisgrenzen. „Erreichbarkeit ist für unsere Region ein zentrales Thema“, so Janet Sönnichsen. Dazu gehöre, dass Menschen von außerhalb die Kielregion gut erreichen können, aber auch, dass es in der Region funktionierende Wegeketten gebe. „Nicht zuletzt ist es auch für Fachkräfte entscheidend, ob sie dort leben können, wo sie möchten – und trotzdem morgens möglichst stressfrei zur Arbeit kommen: in Kiel leben und in Rendsburg arbeiten oder andersherum.“

„Der Aufbau eines nachhaltigen Nah- und Regionalverkehrs ist eine der zentralen Aufgaben in der Kielregion“, erklärte der Kieler Oberbürgermeister. „Dabei geht es unter anderem darum, die Nutzung von Bussen, Bahnen und Schiffen zu erleichtern und gleichzeitig das bisherige System des öffentlichen Verkehrs um neue Formen wie Leihfahrräder und Carsharing-Angebote zu ergänzen.“

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erstellt am 09.Jul.2016 | 06:36 Uhr

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