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Eckernförder Zeitung

09. Dezember 2016 | 03:12 Uhr

Mehr Kinder als prognostiziert : Die Kita-Plätze werden knapp

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Stadt sieht trotz des Ausbaus der Betreuungsmöglichkeiten einen Handlungsbedarf. Die Arbeitsgruppe „Gesamtkonzept Kinderbetreuung“ soll Lösungen erarbeiten.

Eckernförde | „Der Zuzugstrend von Familien mit kleinen Kindern nach Eckernförde setzt sich fort.“ Das ist laut Klaus Kaschke, Leiter des Ordnungs- und Sozialamtes, „erfreulich“, hat aber auch Auswirkungen auf die Kindertagesstätten-Bedarfsplanung, für die er im jüngsten Sozialausschuss einen Sachstandsbericht gab:

Demnach hat sich das Platzangebot im Elementar- und Krippenbereich erweitert, unter anderem durch die Einrichtung einer altersgemischten Gruppe für 15 Kinder unter und über drei Jahren in der städtischen Kita Süd von 13 bis 17 Uhr. Zusätzlich bietet die Stadt acht Plätze in der Natur- und Waldgruppe Goosefeld an. Der Vereinbarung zwischen der Stadt Eckernförde und der Brücke Rendsburg-Eckernförde als Kita-Träger stimmten die Ausschussmitglieder noch während der Ausschusssitzung ausnahmslos zu.

Dennoch: In den Jahren von 2010 bis 2015 leben nach Angaben Kaschkes 27 Kinder mehr in Eckernförde als in der Bedarfsplanung festgelegt, was unter anderem auch mit dem Zuzug von Flüchtlingen zu tun hat. Eine Abfrage der kitaberechtigten Einwohnerjahrgänge zum 30. September habe ergeben, dass sich der bereits prognostizierte Engpass in der Betreuung verstärken und die Elternunzufriedenheit steigen werde, weil zunehmend Platzvergaben weder in der gewünschten Kita noch in der gewünschten Zeit möglich sein werden. Hinzu kommt laut Klaus Kaschke, dass sich die Vermittlung in der Tagespflege schwieriger gestalte, gerade für die Rand- und Anschlussbetreuung. Eine absehbare Zunahme von privaten Betreuungskräften ist nicht absehbar. Zwar werde es 2017 voraussichtlich zwei neue Tagesmütter geben, deren Ausbildung durch die Stadt bezuschusst wird, die aber lediglich den Wegfall zweier anderer Kräfte ausgleichen. „Es besteht also Handlungsbedarf noch im Laufe dieses Kindergartenjahres“, so Kaschke. Raumkapazitäten in den Kitas seien nur am Nachmittag verfügbar. Eine Möglichkeit sei es, eine Anfrage bei Kitas in der Umgebung zu starten und eine Kostenausgleichsregelung zu treffen. Der Rechtsanspruch könnte dadurch erfüllt werden. „Das Angebot wäre allerdings nicht mehr wohnortnah und dadurch für viele der Platzsuchenden nicht erreichbar“, so Kaschke.

Dazu und zu der Betreuung von Flüchtlingskindern, deren Eltern an Integrationsmaßnahmen teilnehmen, soll die Arbeitsgruppe „Gesamtkonzept Kinderbetreuung“ Lösungen erarbeiten. Erste Ergebnisse sollen auf der nächsten Sozialausschusssitzung am 15. November vorgestellt werden.

>In der Natur- und Waldgruppe der Kita Goosefeld sind noch Plätze frei. Interessierte können sich bei Ulli Schumacher unter Tel. 04351/475183 melden.

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