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Eckernförder Zeitung

08. Dezember 2016 | 08:59 Uhr

In Feierlaune : Die Helden zeigen es den Alten Herren

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Beim 69. Stiftungsfest des FC Schinkel traten die„Yesterday Heroes“ gegen die „Good Old Men“ an.

Schinkel | Um das 69. Stiftungsfest des 1. FC Schinkel angemessen zu feiern, wurde im Vorfeld die alte Ligamannschaft reaktiviert. 29 ehemalige Akteure fanden den Weg zurück zu ihrem Heimatverein. „Das ist eine unglaubliche Resonanz. Ich bin sehr stolz auf mein Team“, sagte ein sichtlich gerührter Adam Glusk, der Mann, der die Mannschaft von 2007 bis 2012 trainiert hatte. Unter ihm spielten die Fußballer fünf Jahre lang, zumeist in der Kreisliga. Nachdem die Kicker 2011 in die Kreisklasse A abgestiegen waren, folgte prompt der direkte Wiederaufstieg. Aber auf der Mannschaftsfeier erklärte Trainer Adam Glusk seinen Rücktritt. Am Freitag, vier Jahre nach dem letzten Spiel, fanden Trainer und Mannschaft für ein letztes Spiel wieder zusammen.

Gegen die aktuellen Schinkeler Altherren wollten die ehemaligen Liga-Spieler zeigen, dass sie immer noch fit sind. So wurde das Spiel „Yesterday Heros vs. Good Old Men“ zum Höhepunkt des Festes. Viele der Spieler wirkten stolz, nach vier Jahren einmal wieder das Trikot des 1. FC Schinkel tragen zu dürfen. Auf dem Platz zeigten sie den Zuschauern, dass sie keineswegs ihr Talent verloren hatten. Die Altherren hatten den stürmischen Angriffen der Ehemaligen kaum etwas entgegenzusetzen. Auch Adam Glusk wirkte hochmotiviert. Er rannte die Seitenlinie auf und ab, während er die Spieler nach vorne peitschte.

„Viele der Jungs spielen auch noch aktiv in anderen Vereinen“, erklärte Glusk den guten Fitnesszustand. Trotzdem war auch der Trainer, der seine Karriere in Schinkel beendet hatte, begeistert von den Kombinationen auf dem Platz. „Viele von uns treffen sich noch regelmäßig, um zusammen zu kicken“, sagte Markus Eis, der in der ersten Halbzeit sein Können unter Beweis stellen durfte.

Die Gäste sahen ein spannendes und hochkarätiges Spiel. Allerdings führten die „Yesterday Heros“ schon zur Halbzeit mit 4:1. In der Halbzeit merkte man, dass das Verhältnis zwischen Trainer und Mannschaft noch genauso gut ist, wie früher. Jeder Spieler wurde abgeklatscht. Einige bekamen auch Sprüche zu hören. „Na, du warst aber auch mal schneller“, erklärte Glusk lachend, als er einen seiner Schützlinge abgeklatscht hatte. In der zweiten Halbzeit kamen die Altherren dann ganz unter die Räder. Am Ende stand es 10:1. Nach dem Spiel bekamen alle Fußballer ein T-Shirt, auf dem das Motto des Festes gedruckt war, als Erinnerungsstück.

Die „Yesterday Heros“ und die restlichen Vereinsmitglieder feierten das Stiftungsfest noch den ganzen Abend. Die alten Mannschaftskameraden hatten sich viel zu erzählen. Die Chemie im Team war, damals wie heute, sehr gut. „Beim letzten Training vor dem Abstieg stand ich mit 24 Spielern auf dem Platz. Das ist sagenhaft“, betonte Adam Glusk. In den letzten Jahren hat sich das Team über halb Norddeutschland verteilt. „Wir haben heute Jungs aus Stade, Norderstedt und Flensburg hier“, berichtete auch der FC-Vorsitzende, Thomas Urbanczyk, beeindruckt. Nur zwei der Fußballer wohnen noch in Schinkel. Trotzdem war es für alle eine Art Nach-Hause-kommen, und das ist es was der Verein erreichen wollte.

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