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Eckernförder Zeitung

07. Dezember 2016 | 21:24 Uhr

KOSTENLOSES OBST : Die Ernte hat begonnen: An die Äpfel, fertig, los

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Drei Wochen lang ist die städtische Obstbaumwiese für die Öffentlichkeit geöffnet. 141 Apfelbäume warten auf Pflücker.

Eckernförde | Was ursprünglich mal als eine Fläche für Kleingärten geplant war, hat sich zu einem echten Renner in der Erntesaison entwickelt: die städtische Obstbaumwiese hinter der Firma Behn im Kadekerweg. Auf rund sechs Hektar stehen 141 Apfelbäume, die viele verschiedene Sorten tragen. Jetzt sind die roten, gelben oder grünen Früchte reif. Der Nabu Eckernförde, der die Fläche betreut, hat gestern den Startschuss für die diesjährige Apfelernte gegeben.

Zu den ersten Besuchern gehörten die Jungen und Mädchen der Kindertagesstätte Villa Kunterbunt. „Wir besuchen die Apfelwiese das erste Mal“, sagte die Leiterin Christiane Billmann. Ausgestattet mit einer großen Tasche und einem Bollerwagen ging’s ans Pflücken oder auch in den Apfelbaum. Die „Herr Nielson-Gruppe“ der Kita hat sich bestens auf dieses Ereignis vorbereitet. „Wir haben das Thema Apfel genau besprochen und haben Apfeldruck und Apfelpressen angeboten. Außerdem haben wir verschiedene Äpfel aufgeschnitten und sie auf Unterschiede hin untersucht“, berichtete die Gruppenleiterin Jacqueline Altendorf. Vor 36 Jahren wurden die Apfelbäume gepflanzt, weiß Jürgen Schmidt, ehemaliger langjähriger Vorsitzender des Nabu Eckernförde und heute Gebietsbetreuer. „Es handelt sich um alte Sorten“, so Schmidt, auch die Lieblingssorten der Deutschen, wie Holsteiner Cox und Melba, sind darunter. In den Jahren 1996 und 2000 wurde nachgepflanzt, wo es aufgrund von Schäden nötig wurde. So erwartet den Apfelfan ein echtes Paradies.

Das gesunde Obst mag auch Hans Joachim Sawallich aus Eckernförde. Der 76-Jährige pflückte gestern zum ersten Mal auf der Apfelwiese. Ausgestattet mit einem Plan, den ihm Jürgen Schmidt und Anja Rolf vom Nabu vorher zwecks Orientierung in die Hand gedrückt hatten. „Ich schau mal, ob ich Gefallen daran finde“, sagte Sawallich. Lagern will er das Obst in einer Holzkiste auf dem Balkon. Noch drei Wochen ist die Obstbaumwiese für die Öffentlichkeit geöffnet – Tag und Nacht. Sollte dann noch Restobst vorhanden sein, wird es von Pro Regio geerntet, zu Saft verarbeitet und im Umwelt-Info-Zentrum (UIZ) angeboten. Danach haben die Schafe der Schäferei Mückenheim aus Sönderby wieder das Sagen auf der Wiese – ihr Einsatz verhindert das Verbuschen der Wiese.

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