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Eckernförder Zeitung

09. Dezember 2016 | 07:00 Uhr

„Extrabreit“ in concert : Die „Breiten“ rocken die Hafenspitze

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Eckernförde Touristik und Marketing GmbH spendiert die Neue Deutsche Welle-Rocker „Extrabreit“ zum 20. Piratenspektakel. NDW-Band spielt wie elektrisiert und entfacht eine Riesenstimmung.

Eckernförde | „Hurra, hurra, die Schule brennt“ – ein Titel, der die deutsche Jugend bewegte, in den 80-er Jahren. „Flieger, grüß mir die Sonne ...“ ist ein weiterer Mega-Hit, der jede noch so langweilige Party ’rausreißt und Stimmung in die Bude bringt. Mit diesen Stücken hat sich „Extrabreit“ in die Annalen der deutschen Pop-Geschichte geschrieben. Auch heute noch, 40 Jahre später, geht die Post ab, wenn die zwar älter gewordenen, aber vor Kraft und Energie strotzenden Musiker die Bühne betreten und Show abziehen. Die Vorzeigeband der Neuen Deutschen Welle ist härter, rockiger, anarchischer geworden. Die Jungs um die 60 säuseln nicht im jammervollen Lamento Edel-Schnulzen im Stile eines James Blunt; wo sie sind ist Feuer, Rock, Riesenstimmung. So wie am Sonnabend auf der Hafenbühne vor mehreren tausend Fans, die teilweise ununterbrochen in Bewegung waren. „Die Breiten“, wie sie sich selber nennen, aus Hagen krönten den Piratenspektakel-Sonnabend.

Die Band, die 1978 von Stefan Klein („Stefan Kleinkrieg“, Gitarre) und Kay Schlasse („Kai Havaii“, Gesang) gegründet wurde, kennen wohl alle etwas älteren Musikfans. Die „Breiten“ sind bis heute unterwegs. „Die Texte stammten meist aus der Feder von Stefan und mir. Wir wollten damals kontrovers und knallig sein“, so Kai Havaii gegenüber der EZ – und das sind sie heute immer noch. Die Duette mit Marianne Rosenberg („Duo Infernal“), Hildegard Knef („Für mich soll’s rote Rosen regnen“) oder auch Harald Juhnke („Nichts ist für immer“) sind zu Klassikern geworden. „Dabei war es gar nicht einfach, Hildegard Knef aufzuspüren, um ihr unseren Titel vorzustellen“, sagte Havaii und ergänzt: „Wir haben sie dann in München getroffen, und sie wollte bei den Auftritten dabei sein.“

Heute tritt „Extrabreit“ im Sommer auf Festivals auf, die Zeit in Herbst und Winter ist Auftritten in Clubs vorbehalten. Auf der „Weihnachts-Blitztournee“ stehen immerhin 14 Konzerte auf dem Programm, außerdem ist für das kommende Jahr vielleicht ein neues Album geplant. „Unser letztes Album ist immerhin schon acht Jahre alt, da könnte mal ein neues dazukommen“ so Havaii.

Begeisterte Käufer gibt es sicherlich genügend, wie die unübersehbare Menge an der Hafenbühne zeigt. Ein Fan hat der Band eine Torte mit einem roten Flieger auf die Bühne geschickt und wurde zum After-Show-Drink eingeladen. Bei den großen Hits der unverwüstlichen „Breiten“ gab’s kein Halten mehr. Das textsichere Publikum tanzte und tobte, obwohl einige den Sound als „breiig“ bezeichneten, die Texte seien kaum zu verstehen gewesen. Das war bei Gerrit Hoss zuvor noch ganz anders. Der Rock op Platt war zwar weniger krachend, dafür aber gut verständlich.

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erstellt am 08.Aug.2016 | 06:45 Uhr

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