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Eckernförder Zeitung

04. Dezember 2016 | 19:27 Uhr

Green Screen : Die besten Naturfilmer von morgen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Junge Filmemacher

Eckernförde | Er war zwei Jahre lang auf der Suche nach der Wildnis vor der Haustür: Thies Hinrichsen (19) aus Kiel hat bei der Jugendfilmpreisverleihung des Internationalen Naturfilmfestivals Green Screen den Preis „Wildes Schleswig-Holstein“ des Ministeriums für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume gewonnen. „Was ist eigentlich Wildnis?“, hat er sich gefragt und hat mit seiner Kamera die Wälder in Altenholz und Stift sowie das Felmer Moor durchstreift. Dort sind ihm Aufnahmen von Rehen, Eichhörnchen, Spechten, Kranichen und Bussarden gelungen, und ihm ist mit jedem weiteren Tier mehr die – so der Titel – „Wildnis vor meiner Haustür“ ins Bewusstsein gerückt.

Thies Hinrichsen hat genau das getan, was sich Mareike Rehse vom Umweltministerium erhofft hat: „Junge Menschen sollen entdecken, dass die Natur schützenswert ist und nicht weiter zerstört werden darf.“ Der Satz trifft auch auf die anderen beiden Jugendfilmpreise zu: der Eekholt Nachwuchsfilmpreis für die Teilnehmer der Jugendfilmcamps von Green Screen und der „CAMäleon-Clip Deutscher Jugendfilmpreis“ der Heinz-Sielmann-Stiftung. Letzteren gewann Karin Lorenz mit ihrem Film „Grünes Wunder“. In ihm erklärt sie unter anderem mit beeindruckenden Zeitrafferaufnahmen das schwer zu fassende Thema vom Kreislauf der immer wieder im Frühling ausschlagenden Bäume. „Sie hat das Thema wunderbar umgesetzt und über den Einsatz der Bilder viel nachgedacht“, begründete die Jury ihre Wahl.

Einen ganz anderen Ansatz für ihren Film wählten Marlene Michaelis, Stella Gross, Lotta von Bargen und Lena Greiner, die den Eekholt Nachwuchsfilmpreis gewannen. In „Klein und allein“ porträtierten sie die Tierpfleger im Wildpark Eekholt und ermöglichten Einsichten in den Berufsalltag mit ihren Schützlingen.

Erstmals fand die Verleihung der Jugendfilmpreise am Sonnabend im Carls auf Carlshöhe statt. „Wir wollen der Veranstaltung damit einen würdigeren Rahmen verleihen“, begründete Festivalleiter Gerald Grote die Entscheidung. Gerade der Jugend- und Nachwuchsarbeit werde große Bedeutung beigemessen. Zuvor fand die Verleihung in der Galerie 66 statt.

Leicht und locker haben Christine Nissen und Jan-Ole Hoffmann die Veranstaltung moderiert, einzig die Technik gab zwischendurch immer wieder ihren Geist auf, spielte Filme nicht ab oder hakte immer wieder. Schade, denn für die Jugendlichen hatte die Preisverleihung eine große Bedeutung. Welche, zeigte unter anderem Thies Hinrichsen: Er kam extra mit dem Zug aus dem Bayerischen Wald, wo er zurzeit ein Freiwilliges Ökologisches Jahr absolviert.

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erstellt am 19.Sep.2016 | 11:41 Uhr

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