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Eckernförder Zeitung

30. April 2017 | 20:41 Uhr

Beratung : Diakonie bietet Rückkehrberatung

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Neuer Leiter für Migration und Integration nimmt Arbeit auf

Ralf Kaufmann ist der neue Leiter des Bereichs Migration und Integration beim Diakonischen Werk Rendsburg-Eckernförde. Kürzlich wurde der 52-Jährige offiziell vorgestellt. Der Bereich, für den der Westerrönfelder verantwortlich zeichnet, wurde nach einer internen Umstrukturierung neu gebildet, um den wachsenden Anforderungen gerecht zu werden. Im Bereich Migration und Integration sind unter anderem die Migrationsberatungsdienste unter der Leitung von Gregor Ferczynski angesiedelt. Sie wurden in den vergangenen zwei Jahren durch die eingetroffenen Flüchtlinge deutlich stärker in Anspruch genommen. Insgesamt zwölf Mitarbeiter sind aktuell in dem Bereich tätig.

Kaufmann und sein Team wollen einen Fokus auf die Arbeitsmarktintegration legen. Dabei sei ihm bewusst, dass es kulturelle Schranken gibt, die erst überwunden werden müssen: „Wir wollen Familien stärken und dabei helfen, kulturelle Tabus zu überwinden. Flüchtlinge und Migranten sind langfristig eine Bereicherung für unsere Gesellschaft, weil sie neue Perspektiven mitbringen“, so der ausgebildete Offizier. Dabei hat Integration allgemein aus seiner Sicht mehrere Aspekte: „Sie ist nicht nur mit Blick auf die Flüchtlinge wichtig, sondern auch Langzeit-Arbeitslose oder Menschen mit Beeinträchtigungen beispielsweise brauchen da Unterstützung.“

Ein weiterer Schwerpunkt soll die Rückkehrberatung werden. „Eine Zuwanderung muss begleitet werden, jedoch haben die einzelnen Fälle nicht immer denselben Ausgang. Die Menschen sollen ein komplettes Bild bekommen, wir müssen sie darauf hinweisen, dass nicht alle bleiben können.“ Deshalb wolle das Diakonische Werk nun verstärkt in die Rückkehrberatung einsteigen. Rückkehr müsse dabei aber nicht unbedingt bedeuten, dass die Flüchtlinge in ihr Herkunftsland zurückkehren müssen, verwies Kaufmann mit Blick auf die Dublin-Verordnung. Diese besagt, dass der Zugewanderte in den Staat der ersten Einreise zurückgeschickt werden kann. Die Mitarbeiter wollen die betroffenen Menschen so begleiten, „dass sie den Übergang schaffen und sich für sie eine Perspektive ergibt“, erläutert Diana Marschke, Geschäftsführerin des Diakonischen Werkes Rendsburg-Eckernförde.

Neu in dem Bereich Migration und Integration angesiedelt ist auch die Beratungsstelle für ehrenamtliche Flüchtlingsarbeit. An dem Projekt, das der Kreis Rendsburg-Eckernförde initiiert hat, ist auch die gemeinnützige „Brücke“ beteiligt. Die beiden Beraterinnen – eine von ihnen ist Sabine Willert – wollen die ehrenamtliche Flüchtlingsarbeit in den Gemeinden unterstützen. „Viele Menschen in unserem Land haben durch ihre Hilfsbereitschaft eine besondere Willkommenskultur geprägt und dem Thema ehrenamtliches Engagement eine neue Dynamik gegeben. Diese positive Entwicklung möchte ich stärken und wo es nötig ist, durch die Angebote der Beratungsstelle weiter ausbauen“, so Willert.

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erstellt am 08.Mär.2017 | 06:33 Uhr

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