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Eckernförder Zeitung

04. Dezember 2016 | 05:03 Uhr

Garten und Kunst : Der pflegeleichte Garten: Ziegler zeigt, wie es geht

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Rüdiger Ziegler lädt zum Tag des offenen Gartens und des offenen Ateliers am Sonntag in der Falkestraße 43 ein.

Eckernförde | Ein Garten macht viel Arbeit – das ist zumindest die Erfahrung, die viele Menschen gemacht haben. Der freischaffende Landschaftsarchitekt und Künstler Rüdiger Ziegler dagegen sagt: „Das muss nicht sein.“ Er öffnet am Sonntag, 22. Mai, von 10 bis 16 Uhr seinen Garten und sein Atelier für Garten- und Kunstliebhaber und gibt Interessierten Tipps und Informationen.

„Ich möchte den Leuten die Angst vor dem Garten nehmen“, sagt Rüdiger Ziegler. Tatsächlich kommt er in seinem grünen Paradies mit einem Minimum an Aufwand aus. In seinen großen Blumenbeeten finden sich in erster Linie Stauden. Viele Arten von Akeleien blühen hier, Frauenmantel und Eisenhut sind dabei, ebenso Hasenglöckchen, Pfingstrosen und Taglilien. Das Stichwort heißt „Blattschluss“, erklärt Rüdiger Ziegler. „Wenn die Pflanzen so dicht zusammenwachsen, dass sich ihre Blätter übereinander legen, erreicht kein Sonnenlicht die Erde. So wächst auch kaum Unkraut.“ Die Hauptarbeit besteht darin, im Herbst die toten Stengel abzuschneiden. „Das ist naturnah und pflegeleicht.“ Gegen Schädlinge wie die spanische Wegschnecke baut Rüdiger Ziegler auf natürliche Fressfeinde: Die Weinbergschnecke zum Beispiel frisst das Gelege, der gekielte Tigeregel geht die Schnecken selbst an.

„Mit wenig Aufwand viel erreichen“, ist das Motto. Das gilt auch für die Wiese mit Wiesenschaumkraut, Kriechendem Günsel und Scharfem Hahnenfuß ebenso wie für den Schattengarten mit vielen Waldblumen. Auch ein Gemüsegarten und ein Beerenbeet gehören zu dem 1500 Quadratmeter großen Grundstück, ebenso ein Teich.

„Normalerweise ist der Tag des offenen Gartens im Hochsommer, aber das ist mir zu spät“, sagt Ziegler. „Für mich ist jetzt die schönste Zeit.“ Außerdem passt das Datum gut zu dem Zeitraum, in dem viele Ateliers für Besucher geöffnet haben. „Und mein Garten und meine Kunst gehören für mich zusammen.“ In seinen surrealistischen Bildern setzt er seine Beobachtungen in der Natur auf seine Art und Weise künstlerisch um. „Meine Wahrnehmungen finden sich in meinen Bildern wieder.“

Und die sind alles andere als langweilig. Auf hohem künstlerischen Niveau präsentiert er beispielsweise maritime Motive, die sich in einer geträumten Welt abspielen. Ein Fisch auf Stelzen, fliegende Schiffe, schwebende Schnecken und ein Meer, das durch Stäbe am Strandsaum festgesteckt ist und sich in der Ferne zusammenklappt – Zieglers Welt zeigt sich anders als in der Realität und ist doch realitätsgetreu mit Öl auf Leinwand nachgezeichnet. Die Farben sind oft in Gelb und Blau gehalten – Sonne und Meer. Und das passt zu Eckernförde, der mehrmaligen Bundesumwelthauptstadt, genau wie ein Naturgarten.

>Tag des offenen Gartens und des offenen Ateliers bei Rüdiger Ziegler, Falkestraße 43, Sonntag, 22. Mai, von 10 bis 16 Uhr

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erstellt am 20.Mai.2016 | 06:18 Uhr

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