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Eckernförder Zeitung

08. Dezember 2016 | 03:13 Uhr

Der Flug in die Schweiz: Ich hab’s geschafft

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der erste Flug seit ewiger Zeit war ein besonderes Erlebnis / Nur das Ein- und Auschecken war anstrengend

Die Zeit des Wartens ist vorbei – endlich. Um 6 Uhr werde ich abgeholt, und dann geht es los. Bin ich aufgeregt? Eher nicht, aber äußerst daran interessiert, was nun alles geschehen wird. An diesem wunderschönen Sommermorgen ist die Fahrt nach Hamburg für mich schon ein kleines Abenteuer. Aufmerksam verfolge ich den Verlauf der Fahrt. Wir haben Glück, und nachdem das Auto sicher geparkt ist, rückt mein Abenteuer näher.

Der Flughafen bietet sich meinen Augen dar, meine Aufmerksamkeit gilt jedoch meinen Kindern, ich folge ihnen auf Schritt und Tritt. Wir durchlaufen alle Stationen ohne Schwierigkeiten, die Kinder wie Profis, ich dagegen voller Staunen und Neugier. So viele Menschen mit großem oder kleinerem Gepäck. Ich habe nur meinen Rucksack dabei, mit dem Notwendigsten darin. Das Scannen erfolgt – die zwei voran, dann ich. Meine beiden werden durchgewinkt, ich nicht! Ich muss zur Seite treten, und obwohl ich behaupte, ich habe doch gar nichts, werde ich freundlich und kurz abgetastet. Auf meine Frage, warum, und die Antwort, sie wisse es auch nicht, darf ich aber weitergehen. Mir stellt sich nun die Frage, ob es mein Notgroschen war, der Hundert-Euro-Schein, den ich in meiner Hemdtasche mit einem Faden gesichert hatte, oder war ich zu neugierig erschienen und hatte so Verdacht erregt?

Egal, auch ich hatte die letzte Hürde genommen. Nun wartete das Flugzeug auf uns – es konnte endlich in die Luft gehen. Der Start – wunderbar, wären nur nicht die forschenden Augen meiner Kinder gewesen. Auf die später erfolgte Frage, wie es gewesen sei, antwortete ich spontan: „Ich könnte das Fliegen zu meinem Hobby machen, wenn nur nicht das lange Ein- und Auschecken damit verbunden wären, das mich so viel Kraft kostet.“

Ein wunderschöner Start in den blauen Himmel auf dem Hinflug, mit einer Ehrenrunde über Zürich – extra für mich? Das war das Eine. Ein Start in einen dunkelgrauen Himmel mit einstündiger Verspätung, weil wir in Hamburg keine Landeerlaubnis bekamen, da dort ein schweres Gewitter und Starkregen niedergingen, war dann die etwas andere Erfahrung. Zu keiner Zeit kam Ängstlichkeit in mir auf. Die leichten Turbulenzen konnte ich mit „Schlechtwetter“ auf See vergleichen – und die sind mir gut in Erinnerung.

Was sonst noch geschah? Es war so viel Schönes, dass es mir im Augenblick nicht gelingen will, daraus eine Geschichte zu machen. Ich muss in meinem Kopf erst einmal Ordnung schaffen, dann starte ich erneut durch.


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erstellt am 10.Aug.2016 | 06:57 Uhr

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