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Eckernförder Zeitung

03. Dezember 2016 | 20:52 Uhr

Nachwuchstalent : Der Beginn einer Karriere

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Das NDR-Tauchteam hat einen Beitrag über den Eckernförder Schüler Philipp Hoy, dessen Unterwasserfilm bei Green Screen läuft.

Eckernförde | Vielleicht ist es der Beginn seiner Karriere, den Philipp Hoy aus Eckernförde gerade erlebt. Der 18-jährige Schüler hat im vergangenen Jahr beim Internationalen Naturfilmfestival Green Screen mit seinem Unterwasserfilm „Unter der Mole“ den zweiten Platz in der Kategorie Jugendfilmpreis gewonnen. Jetzt ist das Nachwuchstalent wieder dabei: „Kalmare vor der Haustür“ heißt sein 14-Minüter, der am Freitag um 20 Uhr mit acht weiteren Beiträgen im Kurzfilmprogramm in der Galerie 66 gezeigt wird. In ihm ist in faszinierenden Bildern unter anderem zu sehen, wie ein Zwergkalmar einen Fisch fängt – und das direkt an der Eckernförder Mole. Für Philipp Hoy steht fest: „Ich will Naturfilmer werden – am besten unter Wasser.“

Klare Vorstellung und ein zielstrebiges Vorgehen, denn mittlerweile ist auch das Fernsehen auf den Peter-Ustinov-Schüler aufmerksam geworden. Bei einem Vortrag über das Tauchen in Gettorf lernte der sympathische Schüler vor einer Woche Uli Baron vom NDR-Tauchteam kennen, der ebenfalls als Zuhörer da war. Beide unterhielten sich kurz. „Ich konnte ihm gerade noch meine Karte in die Hand drücken“, sagt Philipp und dachte, dass es das wohl war. „Ich hätte nicht gedacht, dass er sich bei mir meldet.“ Doch schon am nächsten Tag kam ein Anruf und die Frage, ob er bereit sei, einen Beitrag über sich drehen zu lassen. „Klar war ich“, sagt Philipp. „Ich habe mich riesig gefreut.“

Am Montagabend stand schließlich das Team vor der Tür der Tauchschule „Tauchen & Meer“ von Thorsten Peuster im Jungfernstieg, wo Philipp neben der Schule als Tauchlehrer arbeitet. Redakteurin, Kameramann, Toningenieur und Beleuchter waren da: Philipp vor dem Laptop, Philipp im Tauchanzug, Philipp unter Wasser – alles wurde in Szene gesetzt und gestern Abend im Schleswig-Holstein-Magazin auf NDR gesendet. Ganz ungewohnt: Philipp war diesmal vor und nicht hinter der Kamera. Und er erzählt: wie er bei 5 Grad Wassertemperatur im Dezember nachts mit seiner Kamera in die Ostsee geht und merkwürdig zuckende Fische sieht, die sich beim näheren Betrachten als Kalmare herausstellen – eine Tierart, die sich nur sehr selten in der Eckernförder Bucht zeigt. „Ich habe schon einige Tausend Tauchgänge mehr auf dem Buckel als Philipp“, sagt Tauchlehrer Thorsten Peuster, „aber Kalmare habe ich noch nie selbst hier gesehen“.

Dank ihnen ist Philipp jetzt über die Grenzen Eckernfördes hinaus bekannt und bei der Wahl für den besten Kurzfilm der Lokalmatador. Zusammen mit Sven Bohde, der zwar nicht in Eckernförde lebt, aber einen Film über den Eimersee gedreht hat. Sein Film läuft in diesem Jahr auf zehn Festivals europaweit.

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erstellt am 14.Sep.2016 | 06:11 Uhr

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