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Eckernförder Zeitung

29. September 2016 | 17:17 Uhr

Erste Ehrenbürger der Gemeinde : „Das ist eine Riesenfreude für mich“

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Horst Striebich war 18 Jahre Bürgermeister und ist eng mit der Gemeinde Altenholz verbunden . Heute wird er zum ersten Ehrenbürger ernannt.

Altenholz | Von 1992 bis 2010 war Horst Striebich Bürgermeister der Gemeinde Altenholz. Der 71-Jährige, der in Karlsruhe geboren wurde, sagt selbst, dass sein Leben eng mit der Gemeinde verknüpft ist. Heute Abend um 18 Uhr wird er auf dem Jahresempfang der Gemeinde zum ersten Ehrenbürger ernannt. Die Satzung, die die Ernennung möglich macht, wurde erst im Juli beschlossen.

Herr Striebich, wie sind Sie eigentlich nach Altenholz gekommen?

Eigentlich bin ich seit 1971 mit der Gemeinde Altenholz verbunden. Damals habe ich als Kämmerer unter dem ersten hauptamtlichen Bürgermeister Edgar Meschkat der Gemeinde gedient (lacht).

In dieser Zeit wurde Dataport, damals die Datenzentrale, hier angesiedelt und ich war mit den Verhandlungen betraut. Und dann bin ich abgeworben worden.

Sie waren von 1973 bis 1992 bei der Datenzentrale. Wie kam es dazu, dass Sie als Bürgermeister kandidiert haben?

Ich war schon mehr als zwölf Jahre in der Kommunalpolitik aktiv, war Fraktionsvorsitzender der CDU und hatte den Vorsitz im Haupt- und Finanzausschuss. Ich glaube, ich habe fast alle Ausschüsse durch. Dadurch, dass ich in vielen Bereichen aktiv war, kannte ich die Gemeinde und ihre Strukturen damals schon in- und auswendig. Ich fühlte mich mit ihr verwachsen.

Ihr Vorgänger war Siegfried Dallmeyer, der parteilos war und seinen Rücktritt angekündigt hatte. Hatten Sie 1992 eigentlich einen Gegenkandidaten?

Ja, Helga Hein, die Kulturdezernentin aus Neumünster, trat ebenfalls an. Damals hat ja die Gemeindevertretung noch gewählt und das Ergebnis war eindeutig. Frau Hein bekam nur die Stimmen der SPD.

Bis 2010 waren Sie Bürgermeister. 18 Jahre sind eine lange Zeit. Was waren die größten Herausforderungen für Sie?

Oh, es waren so viele Herausforderungen. Die Gemeinde fing erst an, sich zu entwickeln. Viele neue Bürger kamen dazu und die Infrastruktur musste mitwachsen – viel zu tun gab es in den Bereichen Neubaugebiete, Schule, Kindertagesstätten und Feuerwehr.

Der Flughafen war auch immer ein Thema, genauso wie die interkommunale Zusammenarbeit und die Beziehungen zur Landeshauptstadt. Da habe ich immer viel Wert drauf gelegt.

Sie haben in unglaublich vielen Gremien gesessen.

Ja, neben den Ausschüssen war ich im Vorstand des Gemeindetages, im Kuratorium der Fachhochschule und im Verwaltungsrat der Datenzentrale, bei Dataport. Ich habe mich stark in der Ausbildung engagiert und bin noch heute im geschäftsführenden Vorstand der Vereinigung der hauptamtlichen Bürgermeister und Landräte.

Das hört sich an, als ob nicht viel Zeit für die Familie geblieben wäre.

Das stimmt. Aber die Familie – ich habe eine erwachsene Tochter und meine Frau hat auch zwei – hat immer mitgespielt und sich meiner Terminlage angepasst.

Herr Striebich, hatten Sie Zeit für Hobbys? Mögen Sie reisen?

Mein Hobby liegt auch im IT-Bereich. Ich interessiere mich auch jetzt aus den Ruhestandstätigkeiten heraus für die Breitbandversorgung und dafür, wie die Städte und Gemeinden zu schnellerem Internet kommen.

Reisen? Ja, wir sind viele Jahre in den Norden Teneriffas gefahren. Immer in dasselbe Hotel, das war schon ein bisschen, wie nach Hause kommen. (lacht)

Herr Striebich, waren Sie überrascht, als Sie von der Idee, dass Sie der erste Ehrenbürger der Gemeinde werden sollen, erfahren haben?

Ich war sehr überrascht, als der Anruf kam. Ich habe mir spontan erstmal ein bisschen Bedenkzeit erbeten. Aber das ist eine Riesenfreude.

Ich bin immer noch in der Gemeinde engagiert und merke, dass mein Rat nach wie vor gewünscht wird. Ich mische mich nicht ein, aber ich werde oft gefragt. Es ist schön, so eingebunden zu sein, aber man muss auch Fingerspitzengefühl zeigen, um an der einen oder anderen Stelle Hilfestellung geben zu können.

Mir liegt viel an der Gemeinde und daran, dass sie sich so gut weiterentwickelt wie bisher. Es ist mir wichtig, dass die Bürger sich hier weiter wohl fühlen und nicht überrascht werden von Bedingungen, zu denen sie nicht hergezogen sind.

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erstellt am 15.Sep.2016 | 06:04 Uhr

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