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Eckernförder Zeitung

10. Dezember 2016 | 04:02 Uhr

Handelsgenossenschaft rechnet mit Kartellgenehmigung : Coop sieht Sky-Kino nicht in Gefahr

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Handelsgenossenschaft Coop rechnet trotz der Fusionsstopps für Edeka und Tengelmann weiter fest mit Genehmigung für Fusion mit Rewe. Davon hängt auch die Umsetzung der Eckernförder Kinopläne ab.

Eckernförde | Die angestrebte Fusion der Handelskonzerne Edeka und Kaiser’s Tengelmann ist trotz der Ministererlaubnis von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel nach der Intervention durch das Oberlandesgericht Düsseldorf keineswegs unter Dach und Fach. Dieses Beispiel, das bundesweit für Schlagzeilen sorgt, wird auch seitens der Coop eG aus Schleswig-Holstein und dem dem Kölner Rewe-Konzern aufmerksam verfolgt – schließlich beabsichtigen sie ebenfalls eine Verschmelzung in einer neuen Beteiligungsgesellschaft, der Supermarkt Nord GmbH & Co. KG mit Sitz in Kiel, an der Rewe mindestens 55 Prozent beteiligt sein soll. Die Coop, die rund 200 Märkte betreibt –Sky, Plaza Bau- und Gartencenter) – und gut 10  000 Mitarbeiter beschäftigt, ist dringend auf die Partnerschaft mit Rewe angewiesen, weil ein Überleben der traditionsreichen Konsumgenossenschaft aus eigener Kraft nach verlustreichen Jahren nur schwer vorstellbar ist.

Auch für Eckernförde ist eine gute wirtschaftliche Entwicklung der Coop und somit eine reibungslose Fusion mit dem Handelsriesen Rewe von großer Bedeutung. Zum einen gibt es im Ostseebad zwei Sky-Märkte, zum anderen hat das öffentlich vorgestellte Kinoprojekt auf dem Dach des Sky-Markts Gartenstraße große Hoffnungen geweckt: Nach vier kinolosen Jahren und langem Streit über den richtigen Standort war man heilfroh, eine tragfähige Lösung für einen Kinoneubau gefunden zu haben. Mit Ralf Thomsen aus Heide hatte man bei der öffentlichen Vorstellung am 8. Juni gleich einen möglichen Kinobetreiber mit im Boot, der die sechs Kinosäle anmieten möchte.

Es steht also einiges auf dem Spiel für die Coop und für Eckernförde. Das Bundeskartellamt wird bis zum 19. September entscheiden, ob sie der Fusion zustimmt und welche Auflagen die Partner gegebenenfalls zu erfüllen haben. In der Abteilung Expansion des Kieler Handelshauses geht man nach wie vor fest davon aus, dass die Fusion vom Kartellamt genehmigt wird. Bernhard Baumgärtel, für die Entwicklung im Norden Schleswig-Holsteins zuständig, geht davon aus, dass es allenfalls Auflagen geben werde. Das Sky-Projekt Gartenstraße (siehe EZ v. 9. Juni) mit vergrößertem Markt, Tiefgarage und Kino-Etage mit sechs Sälen und rund 680 Plätzen sieht er nicht in Gefahr. Die Gespräche mit der Stadt liefen wie geplant.

Bürgermeister Jörg Sibbel begrüßte die Äußerungen Baumgärtels als ermutigendes Signal. Die Gespräche verliefen auf Fachebene programmgemäß. Dabei gehe es um Fragen der verkehrlichen Erschließung und die Zahl der Parkplätze.

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erstellt am 15.Jul.2016 | 06:50 Uhr

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