zur Navigation springen

Eckernförder Zeitung

11. Dezember 2016 | 07:16 Uhr

LANDESMEISTER : ConnEckt räumt ab

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Jungmannschüler gewinnen in Kiel den Landeswettbewerb der Schülerfirmen. Die Koch- und Backbücher mit Rezepten und Geschichten von Flüchtlingen überzeugten die Jury.

Eckernförde | Ihre Menschlichkeit und Professionalität hat überzeugt: Die Schülerfirma ConnECKt ist am Mittwoch beim Junior-Landeswettbewerb des Instituts der deutschen Wirtschaft in der Kieler Sparkassenakademie als bestes Nachwuchs-Unternehmen ausgezeichnet worden. Das Team siegte mit einem Kochbuch mit Rezepten und Geschichten von Flüchtlingen und setzte sich gegen neun weitere Schülerunternehmen durch.

Damit treten die drei Schülerinnen und 16 Schüler des WiPo-Profils der Jungmannschule mit Lehrerin Jessica Behrens in die Fußstapfen der Schülerfirma RautEck, die im vergangenen Jahr ebenfalls den Landeswettbewerb und später den Bundes- und Europawettbewerb gewann und deren Mitglieder gestern zur Unterstützung ihrer Nachfolger ebenfalls in Kiel waren. Einen Unterschied gibt es jedoch: ConnEckt kann sogar noch bessere Zahlen vorweisen als RautEck. Während RautEck den Wert seiner Aktie bis zum Landesentscheid von 10 auf 27 Euro hochschießen ließ, verzeichnen die Schüler von ConnEckt mittlerweile sogar 38,99 Euro. Sie haben schon 575 Back- und 220 Kochbücher mit Rezepten von Flüchtlingen verkauft. Dabei verleihen die persönlichen Erfahrungsberichte von Flucht und Vertreibung den Büchern eine sehr persönliche Note.

Das war auch einer der Gründe, weshalb die Wahl beim Landeswettbewerb auf ConnEckt fiel. „Die Menschlichkeit und Integration steht im Vordergrund“, sagte gestern ConnEckt-Vorstandsvorsitzender Hannes Petersen. „Aber es wurden auch das Auftreten und die Präsentation an unserem Stand sowie unser Konzept und bisheriger Erfolg bewertet.“ Zudem wurden die Schüler von einer Jury aus Wirtschafts- und Bildungsvertretern interviewt. „Bei vier von fünf Bewertungskategorien standen wir an erster Stelle“, so Hannes Petersen.

Die Schüler dürfen nun am 23. Juni für Schleswig-Holstein beim Bundeswettbewerb der Schülerfirmen in Berlin antreten und haben die Chance, als Deutschlands beste Schülerfirma ausgezeichnet zu werden. Bei einem Sieg können sie am Europawettbewerb in Luzern (Schweiz) teilnehmen. Und daran arbeiten die Schüler auch: „Wir wollen noch ein bilinguales Kochbuch auf Englisch und Deutsch herausbringen“, erklärt Hannes Petersen. Wer beim Bundeswettbewerb ihre Gegner sein werden, wissen die Schüler nicht. „Wir wissen nur, dass in Bayern eine Firma mit einer identischen Geschäftsidee gewonnen hat. Wir konnten aber schon einige Differenzen ausmachen und werden uns abzuheben wissen.“

Der zweite Preis ging gestern an das Unternehmen Re-Pear vom Gymnasium Kaltenkirchen, das Öllampen aus alten Glühbirnen herstellt. Den dritten Platz belegte die furNature manufactory – ebenfalls vom Gymnasium Kaltenkirchen – mit dem Verkauf von Möbeln, Haushalts- und Gebrauchsgegenständen aus recycelten Materialien.

Beim Junior-Wettbewerb gründen Schüler ein auf ein Schuljahr befristetes Miniunternehmen und erhalten so die Möglichkeit, schon früh Erfahrungen in der Wirtschaftswelt zu sammeln und unternehmerische Fähigkeiten zu entdecken. Veranstaltet wird der Landeswettbewerb vom Institut der deutschen Wirtschaft in Köln in Kooperation mit der Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH).

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen