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Auf Wachstumskurs : Commerzbank knackt die 5000-Kunden-Grenze

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Das Kreditinstitut ist weiter auf Wachstumskurs. Empfehlung in Niedrigzinsphase: Geld in Wertpapiere anlegen .

Eckernförde | Die Commerzbank Eckernförde verfolgt weiter ihren Wachstumskurs: Im vergangenen Jahr hat sie rund 300 Kunden gewonnen, im Jahr davor waren es 230. „Insgesamt betreuen wir jetzt 5000 Kunden in der Region“, sagte gestern Filialdirektor Andr

é Leutz. Ankerprodukt sei das kostenlose Girokonto ohne Mindestguthaben, das viele Kunden überzeuge.

Im Kreditgeschäft profitierte die Filiale von hoher Nachfrage aufgrund der niedrigen Zinsen. „Das Neugeschäftsvolumen bei Immobilienfinanzierungen betrug 6 Millionen Euro“, so Leutz, nach 5 Millionen im Jahr zuvor. „Das sind etwa 50 Familien, die ihr Vertrauen in uns setzen.“ Leutz verweist auf die unabhängige Beratung im Immobilienbereich mit 250 Anbietern auch aus anderen Häusern.

Auch im Wertpapiergeschäft war die Bank 2016 weiter auf Wachstumskurs: „Die niedrigen Zinsen nagen an Vermögen und Altersvorsorge der Sparer“, betonte André Leutz. „Wichtig ist deshalb, sich um seine Geldanlage zu kümmern.“ Zuletzt habe sich die Inflation spürbar erhöht. „Die schleichende Enteignung gewinnt an Tempo. Das Sparen von heute heißt Anlegen. Die Dividenden sind die neuen Zinsen.“ Dabei könne man sowohl größere Beträge anlegen, als auch monatlich kleinere Raten, beispielsweise 25 Euro, zahlen. Doch noch immer seien die Deutschen in ihrem Finanzgebaren konservativ. „Die Deutschen verbrennen im europäischen Vergleich am meisten Geld, weil sie wenig in Wertpapiere investieren“, so Leutz. Aber so langsam ändere sich das Bewusstsein. Das aktuell verwaltete Vermögen der Bank beläuft sich auf 51 Millionen Euro.

Leutz vermutet, dass sich das niedrige Zinsniveau bis zum Jahreswechsel 2019/20 nicht verändern werde. „Was danach kommt, ist vom heutigen Zeitpunkt aus gesehen reine Spekulation.“ Vor einer reinen Anlagenflucht in Immobilien rät der Abteilungsdirektor aber ab. „Die Immobilienpreise in Eckernförde sind in den vergangenen Jahren exorbitant gestiegen und für Familien kaum mehr bezahlbar.“ Und auch wenn dieser Trend abgeflacht ist und die Preise seit einem Jahr nicht mehr so steigen wie noch zuvor: „Es ist nicht die beste Zeit, um Immobilien zu kaufen. Zwar sind die Zinsen sehr niedrig, die Preise aber extrem hoch.“

Ihre Wachstumsstrategie will die Bank bis 2020 fortführen und weiterhin Neukunden gewinnen. Ein Rückzug aus der Fläche sei nicht beabsichtigt. Das wäre auch sehr schwer, denn die Filiale in Eckernförde mit insgesamt sechs Mitarbeitern ist die einzige im Altkreis Eckernförde. „Und die bleibt bestehen“, so Leutz.

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erstellt am 10.Mär.2017 | 05:40 Uhr

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