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Eckernförder Zeitung

07. Dezember 2016 | 11:39 Uhr

CDU dafür, SPD dagegen – Politik braucht weitere Infos

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Wie beurteilt die Politik die Planungen für ein U-Boot-Museum in Eckernförde? Würde es dafür eine Mehrheit geben? Wir haben die Vorsitzenden oder Vertreter aller sieben in der Ratsversammlung vertretenen Fraktionen und Parteien gestern per E-Mail um eine Stellungnahme gebeten. Hier die eingegangenen Stellungnahmen:

>Katharina Heldt (CDU): „Wir stehen einem U-Boot-Museum grundsätzlich positiv gegenüber und würden eine Umsetzung begrüßen“, sagte die CDU-Fraktionsvorsitzende. Das Konzept einschließlich der Finanzierung und des Personalbedarfs müsse allerdings „auf sicheren Füßen stehen“. Am Ende sei es eine „Risikoabwägung“. Den Standort Binnenhafen hält Heldt für passend, zumal das U-Boot im Wasser liegend „nicht so massig“ wirke. U-Boote gehörten zu Eckernförde, und in der Bevölkerung gebe es viel Zustimmung. „Ein Museums-U-Boot wäre eine Attraktivitätssteigerung für Eckernförde“.

>Martin Klimach-Dreger (SPD): „Unsere Meinung hat sich seit der Diskussion vor zwölf Jahren nicht geändert: Wir lehnen so ein Projekt ab“, sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende. In der SPD habe man „prinzipiell Bauchschmerzen“, ein U-Boot als Museumsstück zu präsentieren. Zum anderen „geht der Standort Binnenhafen gar nicht“. Sollte es dennoch eine Mehrheit gegen das SPD-Votum geben, wäre die „Panzerplatte“ am Südstrand der einzig mögliche Standort für ein U-Boot-Museum.

>Matthias Huber (Bürger-Forum): „Wir haben das Thema in unserer Fraktion noch nicht ausführlich besprochen. Mein erstes Bauchgefühl sagt mir, dass wir das eher nicht unterstützen. Gerade in der heutigen Zeit Kriegsgerät als Attraktion auszustellen, scheint mir unpassend. Wenn es den Soldaten so wichtig ist, das U-Boot als technisches Museum zu erhalten, kann ich dem nur zustimmen, wenn es nah am Kranzfelder Hafen steht oder schwimmt und die Stadt keinen Cent kostet.“

>Susanne Molt (FDP): „Eine Positionierung zu diesem Thema wird erst erfolgen, wenn das Projekt in einer öffentlichen Sitzung vorgestellt wurde.“ Bisher sei die Idee lediglich in einem nichtöffentlichen Arbeitskreis kurz angerissen worden. „Diese Idee müsste konkretisiert werden: Wer betreibt das Projekt? Wer bezahlt die (Bau-) Maßnahmen, die für eine Ausstellung des Bootes notwendig sind? Wer kommt für die später entstehenden Kosten (Personal-, Unterhaltungskosten etc) auf?“

>Rainer Beuthel (Die Linke): „Ich persönlich stehe dem ablehnend gegenüber.“ 2004 sei er Mitglied der Bürgerinitiative gegen ein U-Boot-Museum im Hafen gewesen, sagte Beuthel, der nicht bereit ist, den Binnenhafen für ein solches Projekt herzugeben. Er kenne jedoch die Pläne nicht, und es sei auch noch nicht in der Fraktion diskutiert worden, räumte Beuthel ein. Wenn die Marine ein U-Boot-Museum wolle, könne sie es ja auf ihrem Gelände bauen.

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erstellt am 14.Okt.2016 | 06:23 Uhr

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