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Eckernförder Zeitung

31. Mai 2016 | 13:57 Uhr

Bürgerschützengilde : Carsten „de Sichere“ Höneise König der Gelben Westen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Bürgerschützengilde proklamierte gestern Abend ein junges, neues Königspaar: Carsten „de Sichere“ Höneise und seine Frau Silja. Der Königsschuss fiel als 478. Schuss. Abgegeben hat ihn wie im Vorjahr Michael Pientka.

Die Eckernförder Bürgerschützengilde von 1570, auch als Gelbe Westengilde bekannt, hat einen neuen König. Carsten „de Sichere“ Höneise wird die Gilde im nächsten Jahr zusammen mit seiner Frau Silja regieren. Carsten Höneise hat seinen Regentennamen seiner Tätigkeit als Versicherungsmakler zu verdanken. Vorsätze hatte das Königspaar gestern Abend unmittelbar nach der Proklamation noch nicht. „Nur Gutes“, erhoffen sich sich vom nächsten Jahr. Über die weiteren Anläufe werde man sich nach dem Königsball Gedanken machen, sagte Höneise.

Seine „Thronbesteigung“ hat er Michael Pientka zu verdanken. Als einer der treffsichersten Schützen holte er um 19.12 Uhr den letzten Rest des Papagoyenvogels von der rund 38 Meter entfernten Stange am Kurstrand. Beifall brandete auf und auch Erleichterung, dass es endlich geschafft war. Denn immer wieder musste das Schießen mit den Karabinern und Scheibenbüchsen Kaliber 8,15 x 46 R unterbrochen werden, weil Segler trotz der ausgelegten roten Sperrtonnen und des Einsatzes von Marine und THW die Schießbahn kreuzten. Vor allem die durchgeführte kleine Opti-Regatta einer Segelschule erboste so manchen der Schützen, deren Geduld gestern auf eine harte Probe gestellt wurde. „Wir haben alle vier Segelclub angeschrieben“, sagte Schützenmeister Kelvin Stapelfeldt, der über zehn Unterbrechungen notiert hat. „Das hat uns eindreiviertel Stunden gekostet“, sagte Stapelfeldt, den der ansonsten reibungslose Verlauf des Schießens und die durchweg positiven Rückmeldungen aus der 25-köpfigen Schützengruppe über die nervigen Unterbrechungen hinwegtröstete. Der Königsschuss war nach über fünfstündigem Schießen der 478. Schuss – damit liegt die Schießleistung voll im Soll.

Wichtig war es für die Schützen in der finalen Phase, jede einzelne der vier Schrauben der Brustplatte des Vogels aus dem hölzernen Torso zu schießen. Michael Pientka gelang das mit einem gezielten „Fangschuss“. Er ist seit zehn Jahren Gildemitglied und war bereits im vergangenen Jahr Königsschütze. 2007 war Pientka selbst König der Bürgerschützengilde.

 

 

 

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erstellt am 11.Jun.2014 | 06:13 Uhr

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