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Camping : Camper fiebern Saisonstart entgegen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Saisonvorbereitung auf den Campingplätzen an der Schwansener Ostseeküste / Umstrukturierung am Platz „Damp Ostsee Camping“ Schuby-Strand

Dörphof | War früher Camping etwas für ältere Bürger, so hat sich das stark gewandelt. Heute sind es auch viele Familien und junge Paare, die Entspannung in Wohnwagen und Zelten suchen. Das sagt Peter Steinort, Geschäftsführer des herzoglichen Campingplatzes „Damp Ostsee Camping“ in Schuby Strand. Auf dem Platz an der Ostsee, wie auch auf den Plätzen entlang der Schwansener Ostseeküste, laufen die Vorbereitungen für die neue Saison auf Hochtouren. Wenn am 31. März die Winterpause endet, zieht es wieder Tausende nach Schwansen.

Sanitäranlagen reinigen und reparieren, Wege befestigen, geplatzte Leitungen erneuern, Pflanzungen pflegen und bauliche Mängel abstellen – das Spektrum der Vorbereitungen ist groß und wiederholt sich jährlich. Für Peter Steinort und sein Team in Schuby-Strand bedeuten die Betriebspausen im Winter darüber hinaus viele Extraaufgaben.

Als Christoph Prinz zu Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg die Bewirtschaftung der Anlage 2010 aus Pächterhand in die eigene Hand nahm, da setzten sie eine Umstrukturierung auf dem Platz in Gang. Ihr Ziel: die Stellplätze auf der Anlage sollen größer und die Anlagen mit Hecken und Sträuchern begrünt werden. „Früher war ein Stellplatz neun mal neun Meter groß, jetzt legen wir Plätze von gut 100 Quadratmetern Fläche an“, erklärt Steinort. Die Wohnwagen werden größer und die Urlauber wollen auch ihre Fahrzeuge am Wohnwagen abstellen. Die Quadratmeterpreise bleiben wie bei den Altplätzen. Wer nun mehr Platz hat, zahlt für mehr Quadratmeter insgesamt mehr, erklärt Steinort. Seit rund fünf Jahren laufen die Arbeiten für die Umgestaltung der Anlage. Dauercamper können nach Wunsch ihren Platz mit bereits vergrößerten Plätzen tauschen. Sie können aber auch warten „wir machen da keinen Druck“, betont Steinort. Der Strukturwechsel sei ein schleichender Prozess. Schätzungsweise 50 bis 60 Prozent der Stellplätze sind bereits vergrößert worden.

Die Gesamtzahl der Stellplätze ändert sich durch die Umstrukturierung nicht. Es wird bei 800 Plätzen bleiben. Etwas erweitert wurde die Anlage Richtung Süden. Dies war seinerzeit in einem B-Planverfahren mit der Gemeinde Dörphof festgeschrieben worden. Dort wurden eine Fläche für Mobil-Wohnheime und eine Fläche für Touristencamper eingerichtet.

In den zurückliegenden Wochen haben Steinort und sein Team aus fünf Festangestellten schon etliche Stellplätze neu angelegt. Steinplatten werden entfernt, Erde nachgefüllt, Rasen eingesät und die Fläche gewalzt.

Von einer Platzvergrößerung profitiert hat schon Jörg Bergmann aus Nordhastedt. Ein Platz in seiner Reihe wurde frei und aufgelöst. Nun haben er und seine Nachbarn etwas mehr Platz. Den braucht der Familienvater auch, denn er hat sich einen neuen gebrauchten Wohnwagen gekauft. „Der hat mehr Platz“, sagt Bergmann und freut sich auf die Saison. Bevor er aber auf seiner neuen Terrasse vor dem Wagen sitzen kann, wird es noch dauern. „Da ist noch viel Arbeit, aber es macht auch Spaß“. Zurzeit muss er die Bodenanker neu setzen. Sie sind über einen Meter tief im Boden versenkt. An ihnen werden die Wohnwagen fest gekettet, damit sie bei Sturm nicht wegfliegen, erklärt Steinort. Zwischen den Parzellen wurden schon rund 5000 Sträucher- und Heckenpflanzen gesetzt. Viele muss das Team aber nachpflanzen. Vor allem Kaninchen mögen die frischen Triebe der Pflanzen.

„Jetzt beginnt die heiße Phase“, sagt Steinort. In Kürze werden mehrere Putzkolonnen kommen und die fünf Sanitärgebäude reinigen. Gereinigt wird dann auch der modernisierte Textil-Waschsalon. Dort installiert der Betreiber 18 Miele-Waschmaschinen und acht Wäschetrockner. „Das ist Service, der muss sein“, erklärt Steinort. Nun hofft das Team darauf, dass das Wetter noch ein paar Tage mitspielt. Einige Wasserleitungen müssen erneuert und auch ein paar Wege müssen nachgebessert werden. Völlig unpassend fiel jetzt die Wasserversorgung aus. „Das passiert immer dann, wenn man es nicht braucht“, sagt Steinort. Über den Winter ist das Wasser auf dem Platz abgestellt, die Leitungen möglichst entleert. Nun wollten sie das Wasser aufdrehen, und nach Lecks schauen. Doch es lief überhaupt kein Wasser. Monteure des Wasserbeschaffungsverbands Nordschwansen sind vor Ort und suchen den Fehler. Steinort ist sicher, bis zum Saisonstart läuft alles. Die Saison geht dann bis 15. Oktober. Danach werden sie weitermachen, wo sie aufhören – Stellplätze vergrößern und Hecken pflanzen.

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erstellt am 17.Mär.2017 | 06:03 Uhr

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