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Bünsdorf hilft den Bienen : Bunte Blumen für mehr Bienen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Bünsdorfer bereiten die Gemeinde auf den Sommer vor / Blüten der verschiedenen Pflanzen sollen Honiglieferanten anlocken

Bünsdorf | Die Wildbienen der Region liegen der Gemeinde am Wittensee schon lange am Herzen. Bereits im vergangenen Jahr hatten die Bünsdorfer gemeinsam mit ihren Kindern einige der sogenannten Insekten-Hotels im Ort installiert. In diesem Jahr nun hat Bürgermeister Jens Kühne die Ansaat von Blühflächen ins Auge gefasst. So trotzte jetzt eine kleine Gruppe freiwilliger Helfer dem nassen Aprilwetter und machte sich bewaffnet mit Saat, Schaufel und Harke an die Arbeit. „Die Flächen haben wir im letzten Jahr schon nicht mehr gemäht, aber es ist sicher noch ein bisschen erfolgreicher, wenn wir hier noch Bienenfutter ansäen“, erläuterte Jens Kühne. Die Streifen, die sich an verschiedenen Stellen der Gemeinde, unter anderem am Ortseingang befinden, hat der Bürgermeister vorher fräsen lassen. So findet die Saat ein geeignetes Saatbett vor. „Es ist mein Ziel, dass dort nun auch Blühpflanzen wachsen“, möchte Kühne das Projekt „Bienenfreundliche Gemeinde“ vorantreiben. Insgesamt 35 Kilogramm der bunten Saatmischung arbeiteten der Bürgermeister und seine drei Helfer am Sonnabend auf mehreren hundert Quadratmetern ein. In einigen Wochen sollen hier dann unter anderem Sonnenblumen, Lupinen, Buchweizen und Klee wachsen. Zusätzlich säten die Bienenfreunde einige Streifen Phacelia aus, die umgangssprachlich als Bienenweide bezeichnet wird. „Wir haben darauf geachtete, dass wir eine möglichst lange Blütezeit bekommen“, verweist Jens Kühne auf den Blühzeitraum der verschiedenen Blütepflanzen von Mais bis in den Oktober hinein. Rolf Rath, der bei vielen Projekten im Dorf mit anpackt, freut sich, auch diese Aktion unterstützen zu können: „Ich habe gerade zu Hause unter dem Apfelbaum ebenfalls Waldblumen ausgebracht“. Für Einwohner, die auch privat einige Blüten für die Bienen anbieten möchten, stelle die Gemeinde ebenfalls Saat zur Verfügung, betonte Bürgermeister Kühne. „Es macht einfach Sinn, den Bienen hier wieder Raum zu geben, wo es ohne Probleme möglich ist“, beteiligte sich auch Gemeindevertreter Kai Bartels mit seinen Söhnen Hendrik und Tobias an der Aussaat der Blühpflanzen. „Das ist auch das Schöne am Dorfleben: ein kurzer Anruf und alles funktioniert“. Nun sind die vier Bienenfreunde gespannt, ob im Sommer tatsächlich viele Bienen von den bunten Blüten angelockt werden.

Insgesamt haben die freiwilligen Helfer am Sonnabend 400 Quadratmeter an den Ortseingängen und zusätzlich noch
einmal 800 Quadratmeter auf einer Ökokonto-Fläche am Klärwerk eingesät.

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