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Einsatz für Kinderstation und Geburtshilfe : Bürgerinitiative startet Aktion „Eine Stimme für Kinder“

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Das Bündnis erteilt Wahlempfehlungen für Direktkandidaten, die für den Erhalt der Kinderstation und Geburtshilfe kämpfen. Bislang tauchen dort nur zwei Namen auf.

Eckernförde | „Wir wissen, dass es Möglichkeiten gibt, die Kinderstation und die Geburtshilfe in Eckernförde rechtskonform zu betreiben“, ist sich die Sprecherin der 1284 Mitglieder starken Bürgerinitiative „Geburtshilfe und Kinderstation in Eckernförde erhalten“, Alexandra Bruns, sicher. Das vom Kreis Rendsburg-Eckernförde beauftragte Rechtsgutachten zum juristischen Abgleich der 2013 abgeschlossenen Kooperationsverträge zwischen Imland und den Belegern (Gynäkologen, Pädiater, Hebammen) vor dem Hintergrund des neuen Anti-Korruptionsgesetzes liegt zwar noch nicht vor, doch die engagierte Schwedeneckerin weiß, wie beide Abteilungen über den Hebel Wiedereröffnung der Kinderstation künftig geführt werden könnten: Die Kinderstation in Eckernförde wird eine Nebenstelle der Hauptabteilung mit Chefarzt in Rendsburg, die 20 Dienste im Monat mit hauseigenen Kinderärzten bestückt, die restlichen zehn Dienste leisten die beiden bisherigen Kinderärzte aus Eckernförde. „Damit wäre das sauber gelöst, ich weiß gar nicht, wo das Problem ist“, sagt Bruns. Für sie steht fest: Ohne Kinderstation und neonatologische, das heißt speziell auf typische Erkrankungen von Neugeborenen und auf die Behandlung von Frühgeborenen ausgerichtete Versorgung, kann es keine Geburtshilfe in Eckernförde geben. Beide zusammen seien eine „funktionelle Einheit“, die nur gemeinsam funktioniere. „Keine kann ohne die andere bestehen“, so Bruns – folglich müsste die geschlossene Kinderstation wieder eröffnet werden.

Bruns und die Bürgerinitiative haben gestern über Facebook die Aktion „Eine Stimme für Kinder“ gestartet. Im Fokus stehen dabei die Landtagswahl und das Bekenntnis und die Aktivitäten der Kandidaten aus dem Wahlkreis 8 (Eckernförde) für den Erhalt der Kinderstation und der Geburtshilfe. Mit der Aktion soll herausgestellt werden, ob ein Kandidat die Stationen unterstützt hat oder nicht, erklärt Bruns. Und zwar aktiv und nicht nur als verbale Sympathiebekundung. Man habe zwar keinen Wahlkreiskandidaten gefunden, „der nicht zur Geburtshilfe steht, allerdings mangelt es an der Unterstützung für die dazugehörige Kinderstation“. Sich hinter die „populäre Station zu stellen, und die andere opfern zu wollen oder sie zumindest nicht zu unterstützen“, verärgert die Bürgerinitiative und zeige, „dass der Kandidat gar kein wirkliches Interesse hat und schlecht informiert ist oder er sich billig aus der Affäre schummeln will“. Man brauche Landtagskandidaten, „die sich vor Ort stark machen und eine Ebene höher auf Reformen drängen.“

Die Initiatoren erreichen nach Worten ihrer Sprecherin Stand gestern Vormittag 16  436 Menschen über Facebook und bitten die Bürger, „bedarfsgerecht zu wählen“. Dazu sollen die „Erststimmenempfehlungen“ beitragen, die die Bürgerinitiative auf ihrer Aktionsplattform für die Direktkandidaten geben, „die sich klar zu den beiden Stationen bekennen“. Die ersten beiden Kandidaten, die von der Initiative zur Wahl empfohlen werden, heißen Frank Dreves (Einzelbewerber) und Wolfgang Kubicki (FDP). Von ihnen liegen entsprechende Äußerungen vor, begründet Alexandra Bruns die Wahlwerbung. Dreves habe das Thema Kinderstation / Geburtshilfe sofort aufgegriffen und in sein Wahlprogramm aufgenommen, Kubicki habe durch seine Presseerklärung („FDP will Klinik-Stationen erhalten“, EZ v. 20. März) ein Zeichen gesetzt. Das erwarten die Bürgerinitiative auch von den übrigen Kandidaten, die ebenfalls auf der Liste landen sollen, sobald entsprechend klare Botschaften vorliegen. „Ich habe bei allen auf den Knien gelegen“, verdeutlicht Bruns ihr Engagement, die möglichst schon bis zur Kreistagssitzung am 27. März auch Daniel Günther (CDU), Serpil Midyatli (SPD), Jette Waldinger-Thiering (SSW) und Joschka Knuth (Grüne) auf die Empfehlungsliste setzten würde.

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erstellt am 21.Mär.2017 | 06:28 Uhr

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