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Eckernförder Zeitung

26. März 2017 | 19:07 Uhr

Bürgerinitiative fordert Landrat zum Handeln auf

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Kreis: Personelle Konsequenzen entbehren jeder Grundlage

Die Bürgerinitiative für den Erhalt der Geburtshilfestation und die Wiedereröffnung der Kinderstation in Eckernförde hat Landrat Dr. Rolf-Oliver Schwemer aufgefordert, seiner Pflicht als Verwaltungschef nachzukommen und die nach Auffassung der Bürgerinitiative seitens der Imland-Geschäftsführung eingefädelte Zerschlagung der Entbindungsstation sofort zu beenden, teilte Sprecherin Alexandra Bruns gestern in einer Presseerklärung mit. „Es ist unfassbar, dass ausgerechnet bei einem kommunalem Träger ein derartiger Schließungskampf stattfinden kann“, so Bruns. Bereits vor der Schließung der Kinderstation solle Geschäftsführer Dr. Johannsen von der Gesetzesänderung (Anti-Korruptionsgesetz vom 4. Juni 2016, die Red.) gewusst haben und noch vor der Kündigung einzelner Passagen in den Verträgen der Beleger sei damit begonnen worden, „diese wirtschaftlich auszuhungern“.

Dieses Vorgehen lasse wiederum möglicherweise darauf schließen, schlussfolgert Bruns, dass die Geschäftsführung „mit Druck und Fehlinformation auf Aufsichtsrat und Kreistag gewirkt haben könnte, um diese davon zu überzeugen, dass eine Schließung der Kinderstation ungefährlich und die Geburtshilfe nun ’leider’ angeschlagen sei“. Ihrer Meinung nach habe der Landrat „umgehend dafür zu sorgen, dass Hebammen und Ärzte ihr Geld bekommen und er hat sich dafür einzusetzen, dass umgehend Kinderärzte anzustellen sind, die in Kooperation mit den niedergelassenen Kinderärzten der Praxis von Dr. Zeller den Betrieb schnellstmöglichst aufnehmen. Herr Landrat, Sie haben uns 2013 versprochen, unsere Versorgung sicherzustellen. Wir nehmen Sie beim Wort!“, heißt es abschließend in der Mitteilung.

Der Pressesprecher des Kreises Rendsburg-Eckernförde, Martin Schmedtje, hat gestern auf Anfrage unserer Zeitung im Namen von Landrat Schwemer zu den neuerlichen Anschuldigungen gegenüber der Imland-Geschäftsführung Stellung genommen. Darin verweist er zunächst auf die bereits in der EZ vom 11. März veröffentlichte Stellungnahme des Landrats zu den von der FDP Eckernförde erhobenen Rücktrittsforderungen gegen den Geschäftsführer. Der Hauptausschuss habe in seiner Sitzung am 9. März einstimmig einen Fahrplan zur weiteren Vorgehensweise beschlossen und werde in einer weiteren Sitzung am 23. März über ein bei Professor Arndt von der Kieler Kanzlei Weißleder und Ewer in Auftrag gegebenes Rechtsgutachten beraten und die erforderlichen Schlüsse daraus ziehen. Von der Begutachtung und von der bis zum Hauptausschuss durch die Geschäftsführung vorzulegenden Konzeption werde es abhängen, welche zukunftsweisenden Entscheidungen getroffen werden müssen. Schmedtje: „Die Vertreter aller Kreistagsfraktionen, die Verwaltung und die Geschäftsführung der imland GmbH tun alles dafür, um die bestmögliche Lösung für die Geburtshilfe und die ärztliche Versorgung von Kindern in der Eckernförder Klinik zu erreichen. Diesen konstruktiven und sachlichen Dialog erwarte ich auch von den übrigen Interessenvertretern vor Ort in Eckernförde. Persönliche Angriffe und die von der Bürgerinitiative geforderten personellen Konsequenzen entbehren jeglicher Grundlage, dienen nicht der Sache, sondern beschädigen den ausgezeichneten Ruf der Imland GmbH.“



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erstellt am 16.Mär.2017 | 06:28 Uhr

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