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Eckernförder Zeitung

08. Dezember 2016 | 07:08 Uhr

Sportförderung : Buddeln gegen Maulwürfe

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Fußballplatz in Altenholz bekommt Maulwurfsperre / Rasen war zuvor „kaum noch zu bespielen“ / Gemeinde trägt 2500 Euro Kosten

Altenholz | Schon im letzten Jahr sollte der Fußballplatz an der Edgar-Meschkat-Halle von einer Maulwurfsperre umgeben werden. Doch am Tag bevor es losgehen sollte, wurde klar, dass noch wichtige Prüfungen fehlten. So war noch nicht geklärt, wo genau die Leitungen liegen, und der Kampfmittelräumdienst musste die Fläche ebenfalls noch überprüfen. „Das ist schade, letztes Jahr hatten wir noch zwei Bagger“, sagte der Fußballobmann der TSV Altenholz, Lars Rosenstein.

Der Fußballplatz wurde dann auch als Verdachtsfläche klassifiziert, da in der Nähe ein Flakgeschütz stand. Zudem befand sich ein Munitionsdepot in unmittelbarer Nähe. Aus diesem Grund wurden die Arbeiten am Sonnabend auch mit einem Metalldetektor begleitet. Besonders freute sich Lars Rosenstein darüber, dass die Firma Garten und Landschaftsbau oar einen Bagger kostenfrei zur Verfügung stellte. „Ohne den Bagger wäre die Aktion überhaupt nicht umsetzbar gewesen“, betonte Rosenstein die Wichtigkeit des Baufahrzeuges.

Neben dem Einziehen der Maulwurfsperre wurde auch die Bande entfernt. „Die stört nur“, sagte Rosenstein. Mit einer Winkelschleifer bewaffnet, machte sich Stephan Hamann auf den Weg und entfernte die Banden auf der Gegenseite. „Auf dieser Seite muss die Bande bleiben, da hier die Zuschauer stehen“, erklärte Rosenstein. Auch Bürgermeister Carlo Ehrich hatte sich angemeldet. Aufgrund eines Bandscheibenvorfalls konnte er allerdings nicht helfen. „Er hat uns aber eine Kiste Bier hingestellt“, freute sich Rosenstein.

Zusammen mit 17 weiteren Mitgliedern der Fußballsparte wurde dann die Maulwurfsperre eingezogen. Dazu wurde entlang der Außengrenzen 60 Zentimeter tief gegraben. Anschließend wurde die Sperre eingezogen und eingegraben. Sie soll den stark befallenen Platz vor weiterer Beschädigung schützen. „Wir sprechen hier von 320 Metern, die wir so behandeln“, sagte der stellvertretende Fußballobmann und Ingenieur Jörg Dörns.

Die Behandlung war dringend nötig, denn der Platz war kaum noch zu bespielen. „Da haben sich wirklich nur noch die Harten drauf getraut“, sagte Rosenstein. Trotz aller Vorsicht ist es trotzdem zu mehreren Verletzungen durch die Hügel und Gänge gekommen. „Vor allem im Bänderapparat gab es Verletzungen“, sagte Dörns.

Da der TSV Altenholz 17 Mannschaften unterhält, ist ein Trainings-und Jugendplatz unumgänglich und nötig. Die Fußballer des TSV sahen es deshalb auch als angemessen an, die Sperre selber einzuziehen. „Man muss ja auch mal etwas zurück geben“, sagte Nico Bahr, der in der 3. Herren spielt. Rainer Kersten half ebenfalls tatkräftig mit. Er selbst ist zwar nicht Mitglied im Verein, aber sein Sohn spielt in der D-Jugend. „Ich möchte, dass mein Sohn angemessene Bedingungen hat zum trainieren. Zum Glück hat er sich hier nie verletzt“, sagte er. Die Kosten von 2500 Euro trägt die Gemeinde. Die Mitglieder des TSV verbrachten den ganzen Tag am Platz, um ihren Teil beizusteuern. „Aber heute Abend werden wir dann grillen“, sagte Rosenstein. Der Platz soll nach einer Komplettüberholung im Frühjahr 2017 wieder bespielbar sein.

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erstellt am 05.Jul.2016 | 06:04 Uhr

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