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Eckernförder Zeitung

03. Dezember 2016 | 16:49 Uhr

Billige Hochzeiten und das „Untenrum-Burnout“

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Katja Kessler liest im Stadthallen-Restaurant aus ihrem Buch und gibt amüsante Tipps für eine glückliche Ehe

„Eine Ehe ist manchmal wie Tandemfahren, und der Hintermann nimmt einfach die Füße hoch und macht es sich bequem“, weiß Katja Kessler, die auf dem Rad vorne sitzt. Am Donnerstagabend verriet sie im Stadthallen-Restaurant vor rund 60 Zuhörern aus ihrem aktuellen Buch „Das muss Liebe sein“ einige ihrer 54 Tipps für eine dennoch glückliche Ehe.

Die vierfache Mutter erschien gut gelaunt und entspannt, obwohl sie selbst seit 15 Jahren mit Kai Diekmann, dem „Bild-Herausgeber“ verheiratet ist, was sie außer Frage als Expertin qualifiziert. Beruhigend zu erfahren, dass nicht nur der eigene Mann, sondern nach der umfassenden Recherche von Kessler fast alle sich dadurch auszeichnen, wenig zu reden und nicht zuzuhören. Dies war dann wohl auch der Grund dafür, dass das Publikum überwiegend aus Frauen bestand, die allesamt gut zuhörten und sich gut amüsierten.

Schon vor der Ehe, so erfährt man, gibt es einige Dinge zu beachten. Bereits bei der Partnerwahl wird der Grundstein dafür gelegt, ob die Ehe von Dauer sein kann. In ihrem Buch hat Katja Kessler einige medizinische und wissenschaftliche Studien ausgewertet und kurzweilig bis komisch zusammengefasst, die als Entscheidungshilfe dienen können. Auch bei der Ausrichtung der Hochzeitsfeier kann man – glaubt man der Statistik – Fehler machen, denn billige Hochzeiten halten länger.

Zu späterer Stunde ging es dann noch unter die Gürtellinie. Kessler analysierte das „Untenrum-Burnout“ des Mannes, das bei dem statistisch relativ seltenen Fall einer langen Ehe auftritt. Welchen Tipp Katja Kessler zu diesen und anderen Problemen hat, verriet sie nicht. Das könne man in ihrem Buch nachlesen. Nicht nur in der Buchhandlung Liesegang, die bereits zum zweiten Mal eine Lesung mit Katja Kessler organisierte, kann man das Buch erwerben. Allerdings nur die Gäste am Donnerstag können sich über eine nette Widmung der Autorin in ihrem Exemplar freuen.

Das tut nun auch Andrea Richenberger: „Ich war bereits bei der ersten Lesung von Frau Kessler hier in Eckernförde dabei. Mittlerweile wohne ich in Scharbeutz, aber heute bin ich extra hergekommen, weil es schon damals ein sehr schöner Abend war.“ Auch diesmal wurde sie nicht enttäuscht. Einziges Manko war für einige Gäste der Veranstaltungsort, das Restaurant der Stadthalle. Die düsteren Möbel, das grelle Licht und die zugezogenen Gardinen trafen nicht jedermanns Geschmack.

Katja Kessler nannte selbst einige Gründe, um wiederzukommen. Als gebürtige Kielerin liebt sie die Ostsee. Zudem mag sie an Lesungen das Gratisbier und das „endlich mal einer klatscht, wenn ich durch die Tür komme.“


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erstellt am 24.Sep.2016 | 06:51 Uhr

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