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Eckernförder Zeitung

06. Dezember 2016 | 11:19 Uhr

Mittelalter : Besuch aus dem Mittelalter am Schloss Ludwigsburg

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Erstes Mittelalter-Spektakel am Schloss Ludwigsburg. Heerlager und Ritterspiele im Schlosspark

Waabs | Faszination Mittelalter! Immer mehr Menschen fasziniert in das Mittelalter. In eine Zeit wo die Männer prächtige Rüstungen und Schwerter trugen und die Frauen elegante Kleider. Wer hat nicht schon mal als Kind davon geträumt Ritter oder Burgfräulein zu sein? Dieses Wochenende hatte jeder die Möglichkeit, in diese andere Zeit einzutauchen. Auf Schloss Ludwigsburg hatte Gutsbesitzer Kurt-Jürgen Carl zum ersten Mittelalterspektakel eingeladen.

Carl hatte für das drei tägige Fest den Schlosspark als Heerlager und als Turnierplatz umgestaltet. Auf einer angrenzenden Koppel wurde eine Bühne für die Darbietungen aufgebaut. Insgesamt zwölf Mittelaltergruppen und zehn Händler waren angereist und hatten das Mittelalter mitgebracht. Über 1200 Besuchern erwartete Carl. Damit das Mittelalter mit vielen Facetten Einzug halten konnte, arbeitete er mit Ralf Habos zusammen, der zu den Organisatoren des Spektakels gehörte.

Besucher tauchten ein in das Leben im Heerlager. Dazu gehörte auch Mönch Hendrik Börs, der zum Königreich der Knochen gehörte. Ums Essen ging es bei einer anderen Gestalt auch. Er sah aus wie Gevatter Tod, aber er war es nicht. Marco von Selent verkörperte nicht den Tod, sondern den Apokalyptischen „Ritter Hunger“, eine Gestalt, die vor allem die kleinen Besucher erschaudern ließ. Nur etwas weiter war das Lager Ragnarök aufgebaut. Dort liebte man gutes Essen. Über Buchenholz drehten sich Hähnchen. An der Kurbel stand Volkbart Heinzsohn, alias Volker Maser, der vor etwa einem Jahr das Mittelalter für sich entdeckt hatte. Er habe einen stressigen Alltag und da sei das Abtauchen ins Mittelalter mit all seinen Kostümen, Geschichten und Figuren eine herrliche Alternative.

Ein Höhepunkt des Mittelalterspektakels war das Ritterturnier. Hoch zu Ross kämpfen die Ritter in Rüstungen und prächtigen Gewändern um die Gunst von Prinzessin Isadora von Rosenburg die aber partout keinen der angetretenen Ritter ehelichen wollte. Am Ende gewann die Prinzessin alias Katharina Uhrbrook das Turnier gegen den bösen Ritter Konrad von Breyden.

Katja Delle, sie ist Sprecherin der Reitergruppe, berichtete, dass sie als Kind im Alter von zwölf Jahren an einem Ritterspiel-Turnierplatz saß und ihren Eltern verkündete, dass sie später Ritter werden will. Natürlich mussten ihre Eltern ihr diese berufliche Illusion rauben. Heute ist die 27-jährige Sozialpädagogin mit einer Truppe von zwölf Mitstreitern unterwegs, um im ganzen Land das Ritterleben auf und am Turnierplatz zu zeigen. Sie leben ihren Traum vom Ritter, sagte sie. Die Truppe kommt aus dem Kreis Rendsburg- Eckernförde und hat seit Pfingsten für diesen Premierenauftritt am Schloss Ludwigsburg geübt.

Im Heerlager gab es noch viel mehr zu entdeckten für die Besucher. So demonstrierte Ralf Habos mit ruhiger Hand und sicherem Blick die Kunst des Bogenschießens. Aber auch Piraten gab es früher schon. So begeisterten Kapitän Renate ohne Nuß, alias Thomas Neidt, und Stefan Borgman, Geschäftsführer der Touristik Eckernförde, wie Piraten ihren Streit austragen. Dabei waren die Piraten gekommen, um die Kinderaugen zum Strahlen zu bringen. Das schafft Ute Neidt auch bei der zweijährigen Elisa mit einem grade für sie geschmiedeten Luftballonschwert.

Etwas weiter rieben sich Schachfreunde die Augen. Denn statt eines normalen Schachbretts mit 64 Feldern hatte die Heeresgemeinschaft der Gralritter ein besonders Schachspiel mit 192 Felder mitgebracht. Vier Spieler gleichzeitig bewegten die Figuren.

Auch im Mittelalter gehörte Musik zur Unterhaltung. Dafür hatte Kurt-Jürgen Carl unter anderem die Gruppe „Der Barde Kaspar und die Anderen“ gewinnen können. Die Gruppe um Thorben Schmidt präsentierte selbstkomponiertes Liedgut aus dem Mittelalter. Sehr schnell war der Refrain bekannt und das Publikum sang kräftig mit.

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