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Eckernförder Zeitung

07. Dezember 2016 | 17:23 Uhr

Stadthalle : Bauausschuss stimmt für Teilsanierung

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der Bauausschuss will eine Teilsanierung der Stadthalle, der Finanzausschuss eine Vollsanierung. Jetzt muss die Ratsversammlung entscheiden.

Eckernförde | Die anstehende Sanierung der Stadthalle wird in den Fachausschüssen unterschiedlich bewertet: Nachdem der Finanzausschuss vor drei Wochen einer vollumfänglichen Sanierung für 3,3 Millionen Euro mit Mehrheit von CDU und SPD zugestimmt hatte, hat der Bauausschuss diese Sanierung – ebenfalls mit den Stimmen von CDU und SPD – am Montagabend abgelehnt. Stattdessen sprachen sich die drei CDU- sowie zwei von drei SPD-Mitgliedern für eine Teilumsetzung des Sanierungskonzeptes für 2,7 Millionen Euro aus – alle anderen Ausschussmitglieder lehnten dies ab oder enthielten sich. Für die günstigste Variante – die Sanierung der Attika für 600  000 Euro ohne Sanierung des restlichen Gebäudes – stimmte einzig Jürgen Neumann (SPD).

Damit empfiehlt der Finanzausschuss der Ratsversammlung eine Sanierung für 3,3 Millionen Euro und der Bauausschuss eine Sanierung für 2,7 Millionen Euro. Dabei machte die Verwaltung deutlich, dass sie zum jetzigen Zeitpunkt einzig die Sanierung der maroden Attika als notwendig erachte. Bürgermeister Jörg Sibbel: „Im Bereich der Attika gibt es keinen politischen Handlungsspielraum. Alles andere kann man machen, muss man aber nicht.“ Nun hängt es von der Ratsversammlung am 18. Juli ab, welcher Empfehlung sie folgen möchte.

Die Sanierung der Stadthalle wurde schon im Dezember 2014 von der Ratsversammlung beschlossen, die Verwaltung arbeitete eine Detailplanung mit drei Varianten aus:

1) Die Sanierung der Attika für 600  000 Euro.

2) Attika-Sanierung plus Teilumsetzung eines energetischen Sanierungskonzeptes mit Fenstern und Türen, Dach, Pavillon der ETMG und Wintergarten/ Lesesaal der Bücherei).

3) Vollständige Umsetzung des energetischen Sanierungskonzeptes: Wie 2) plus Dämmung der Kellergeschoss-Decken und -Wände, Anlagentechnik und Innendämmung der Außenwände.

Ebenfalls mit den Stimmen der drei CDU-Ausschussmitglieder und Jürgen Neumann von der SPD wurde die Innensanierung für zusätzlich 650  000 Euro empfohlen.

In der vorangegangenen Diskussion lehnte es Sören Vollert (Grüne) ab, „aufgrund einer Energieberatung über ein paar Millionen Euro zu entscheiden“. Man müsse sich fragen, ob die Funktion der Stadthalle noch mit dem übereinstimme, was man von ihr erwarte. „Was fehlt, ist ein grundsätzliches Nachdenken darüber, was wir brauchen. Mir fehlt der erste Schritt vor dem zweiten.“

Für Frauke Piechatzek (SPD) wäre eine alleinige Sanierung der Attika nur „Stückwerk“, während Matthias Huber (Bürger-Forum) nach wie vor nur eine Sicherung der Attika vorschlug, um den Betrieb der Stadthalle zu gewährleisten und sich an die Planung für einen Neubau an anderer Stelle zu machen. Er prophezeite: „Das wird nicht das einzige Geld sein, das wir in die Sanierung des Gebäudes stecken müssen.“

Immerhin würden keine Synergieverluste verloren gehen, wenn man sich für die 2,7-Millionen-Variante entscheide. Das bestätigte Bauamtsleiter Roy Köppen auf Nachfrage Georg Bickers (CDU): Die zusätzlichen Maßnahmen der Variante 3 könnten jederzeit nachgeholt werden.

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erstellt am 13.Jul.2016 | 05:32 Uhr

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