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Eckernförder Zeitung

10. Dezember 2016 | 19:34 Uhr

Bauausschuss : Baden und Flanieren am Jungmannufer

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Im Bauausschuss sind die Pläne zur Aufwertung des Borbyer Ufers vorgestellt worden: Bademole, Café oder Kiosk, breiter Strand und Flanierenmeile.

Am Borbyer Ufer deuten sich umfassende Veränderungen an. Dabei steht das Jungmannufer besonders im Fokus. Laut Verkehrsplanung soll die Uferstraße zur Sackgasse werden und hinter dem Klärwerk enden, der Verkehr von und zum Marinestützpunkt und der Wehrtechnischen Dienststelle soll über die sogenannte Bundeswehrstraße sowie die B 203 und B 76 um Eckernförde herumgeführt werden, um die innerstädtische Verkehrsbelastung zu reduzieren. Das Jungmannufer soll zu einer verkehrsberuhigten Zone mit Promenadencharakter und gleichberechtigter Nutzung durch Autos, Fahrräder und Fußgänger ausgebaut werden.

Auf Grundlage dieser Planung wurden am Dienstagabend im Bauausschuss konkrete Maßnahmen für den Bereich Jungmannufer vorgestellt. Landschaftsarchitekt Ernst Wessels vom Büro Prokom aus Lübeck hatte vor allem den Bereich zwischen dem Parkplatz gegenüber der Gaststätte „Seeblick“ und dem Segelclub im Blick. Dort besteht der größte Veränderungsbedarf, der eine Erweiterung zum Bebauungsplan Nr. 70 „Außenhafen / Borbyer Ufer“ darstellt und daher neu zu beschließen ist. Konkret geplant ist Folgendes:

> Auflösung des kleinen Parkplatzes neben dem Bürgerpark (acht Stellplätze) und Bau eines Kiosk mit WC,

>Ausbau der Steinmole zur Bademole,

Verbreiterung des Strandes,

> Verlängerung der Stege, > Bau einer Slipanlage zwischen Segelclub und Yachtclub Meteor. Frauke Piechatzek (SPD) monierte, dass ihre Fraktion vorgeschlagen habe, am Molenkopf ein kleines Café oder Restaurant zu bauen, „dann brauchen wir den Kiosk nicht“. Planer Wessels verwies auf die Absprache mit der Verwaltung, zudem wäre ihm ein Café und auch ein Kiosk auf der Mole zu dominant und sollte mehr im Hintergrund bleiben. Thorsten Peuster (Bürger-Forum) verwies auf die Diskussionen in der Arbeitsgruppe Hafen, in der auch ein Bootsverleih und ein Kiosk für diesen Bereich vorgeschlagen wurden.

Der Bauausschuss hat die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden für den B-Plan „Außenhafen / Borbyer Ufer“ einstimmig zur Beschlussfassung durch die Ratsversammlung empfohlen. Der Maßnahmenkatalog wird in weiteren Verfahren weiter diskutiert. Da der B-Plan auch den Flächennutzungsplan tangiert, wurde auch dieser notwendige Änderungsbeschluss einstimmig empfohlen.

Eine Anwohnerin am Jungmannufer hatte in der Einwohnerversammlung nach dem Grund für das beidseitige Parkverbot zwischen den Hausnummern 2 und 10 gefragt. Dies sei nach Absprache mit der Polizei erfolgt, erklärte der zuständige Verwaltungsmitarbeiter Stefan Nimmrich, weil es trotz Parkverbots im Sommer immer wieder „brenzlige Situationen im Kurvenbereich“ gegeben habe. Das Parkverbot werde in Kürze wieder aufgehoben, vor der nächsten Sommersaison werde man sich zusammensetzen, um das Thema zu erörtern. Die Anwohnerin wies ferner darauf hin, dass Tempo 30 am Jungmannufer längst nicht von allen Autofahrern eingehalten werde.


Surfen verboten


Der Landschaftsarchitekt wies ferner im Zuge der Änderungen im Flächennutzungsplan darauf hin, dass Windsurfing und Kite-Surfing am Südstrand wegen des dortigen Vogelschutzgebietes und des FFH-Naturschutzgebiets verboten sei. Behörden wie die Landesplanung und der Kreis sähen dort „Probleme mit der Scheuchwirkung für rastende Vögel“, so Wessels. Ein weiteres zu beachtendes Thema seien mögliche Strandverbreiterungen zum Beispiel am Dang, die sich unter Umständen negativ auf die küstennahen Seegraswiesen auswirken könnten. Hier müsse ein Kompromiss zwischen Umweltschutz und dem Tourismus gefunden werden.

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erstellt am 23.Sep.2016 | 06:24 Uhr

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