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Eckernförder Zeitung

03. Dezember 2016 | 10:40 Uhr

Neues Wahlpflichtfach : Ausbildung bietet jetzt auch Familienpflege an

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Vielseitige Berufsausbildung zum staatlich geprüften Pflegeassistenten an der BBZ Standort Eckernförde

Eckernförde | Empathie, Einfühlungsvermögen und Interesse an der Pflege – der Beruf des staatlich anerkannten Pflegeassistenten bietet vielfältige Betätigungsmöglichkeiten. Diese dreijährige Ausbildung bietet die Berufsfachschule Sozialwesen an dem Berufbildungszentrum Rendsburg-Eckernförde, Standort Eckernförde, an. Neu in der Ausbildung ist das Wahlpflichtfach Familienpflege.

Claudia Tönjes ist gelernte medizinische Fachangestellte und unterrichtet das Fach Familienpflege. Ihren Schülern, in der Unterstufenklasse sind neben 16 jungen Frauen auch sieben junge Männer, vermittelt sie Grundlagenwissen: von der Menstruation über Geburt bis zum Wochenbett. Neben einer Kreißsaalführung steht in Kürze auch das Projekt „Eltern auf Zeit“ an. Schüler nehmen dann Babypuppen mit nach Hause und lernen die Eltern-Baby-Situation kennen.

Einer der Schüler ist Fabian Behrendt. Der 18-Jährige hat ehrenamtlich eine Sanitäter-Ausbildung beim DRK absoviert – ihm liegt die Arbeit mit Menschen. Nach der Ausbildung möchte er sofort als Pflegeassistent arbeiten. Celine Kühl wurde die Arbeit mit Menschen in die Wiege gelegt. Ihre Mutter arbeitet als Altenpflegerin im Haus am Noor. Die 18-Jährige möchte nach den drei Jahren eine Erzieherausbildung beginnen.

Denn die Berufsausbildung zum staatlich anerkannten Pflegeassistenten biete eine gute Grundlage für weiterführende Bildungsangebote im Bereich Heilerziehung und Gesundheitspfleger, erklärt Heike Berg, Abteilungsleiterin Sozialwirtschaft am BBZ. Für die Teilnahme sei ein Hauptschulabschluss nötig. „Das kann auch ein schwaches Zeugnis sein. Was zählt, ist die Empathie für Menschen“, sagt Berg. Liegt der Notendurchschnitt am Ende bei 3,0, hat der Schüler automatisch den mittleren Bildungsabschluss erreicht.

Zwölf Wochen Praktika sind in den drei Jahren der Ausbildung zu absolvieren. Neu ist der Umstand, dass das erste Praktikum bereits im ersten Halbjahr liegt. Da könnten die Schüler bereits erste Erfahrungen sammeln und feststellen, ob ihnen die Berufsauswahl zusage, erklärt Svenja Hagge. Die gelernte Krankenschwester ist die Klassenlehrerin der Unterstufenklasse. Ihr Reich ist das Pflegezimmer, das alle Hilfsmittel aus dem Bereich der Pflege vorhält: zum Beispiel ein Pflegebett samt Pflegepuppe, an der die Schüler üben, einen Rollstuhl und eine behindertengerechte Toilette, an der die Schüler das patientengerechte Heben und Setzen trainieren. Jedes Detail der Körperpflege wird hier geübt. Hagges eigene Berufsausbildung und -erfahrung kommt bei den Schülern gut an: „Wir finden es richtig gut, dass die Lehrer selbst eine praktische Ausbildung haben, das macht alles lebendiger“, sagen Janine Bärwald (23) und Sarah-Maria Christiansen (24). Janine, die schon als Jugendliche die kranke Großmutter gepflegt hat, möchte die Ausbildung als Sprungbrett für eine Weiterqualifizierung nutzen.

„Wenn man das Gefühl hat, Menschen helfen zu wollen, ist diese Berufsausbildung genau richtig“, sagt die Abteilungsleiterin Heike Berg.

 

> Anmeldungen für das Schuljahr 2016/17 bis zum 29. Februar,

 

www.bbz-rd-eck.de

 

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erstellt am 24.Feb.2016 | 06:14 Uhr

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