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Eckernförder Zeitung

08. Dezember 2016 | 05:02 Uhr

Theater im Haus : Aus Fremden werden Freunde

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der Verein Little Opera präsentiert auf Einladung der Theatergemeinschaft das Kindermusical „Das Häuschen Irgendwo“.

Eckernförde | Eine Tür, die Augen und einen Mund hat. Genau wie sie, können auch der Mauerstein in der Wand und das rote Sofa sehen und sprechen. Das Häuschen Irgendwo ist zwar klein und vielleicht nicht sehr luxuriös, aber es ist ein besonderes Haus. Es entstand aus einem Traum verschiedener Dinge – der Lampe, des Daches oder der Tür. Sie alle waren vorher an einem anderen Ort und nicht glücklich. Irgendwann haben sie sich alle zusammengefunden und dieses kleine Häuschen ist entstanden. Seine herausragende Eigenschaft: Es öffnet jedem die Tür, der in Not ist.

So handelt das neue Stück des Vereins Little Opera aus Rellingen von Offenheit gegenüber Fremdem, Freundschaft, Verbundenheit, Mut der Kleinen gegenüber vermeintlich Stärkeren und Vertrauen. Die Theatergemeinschaft Eckernförde präsentierte das Kindermusical „Das Häuschen Irgendwo“ gestern mit zwei Aufführungen im Haus.

Alles ist ruhig in dem kleinen Häuschen, die Schnecken Baby und Klinkenputzer Ede führen mit der Tür, dem Sofa und dem Mauerstein sowie mit ihrer Freundin, der Katze Minimiez (Franziska Liß) und ihrer Maus Felina ein beschauliches Leben. Bis der heimatlose Kater, Herr Schiefbahn (Thorsten Junge), plötzlich erscheint. Nach anfänglichen Schwierigkeiten freunden sich alle an. Dann taucht ein Mensch auf, obdachlos und allein. „Der Mann mit dem Hund hat kein Sofa für seine Decke“, ist Minimiez voller Mitleid. Die Bedenken aller anderen – „er hat große Füße“, so Klinkenputzer Ede – kann sie mit einem Vorstellungszauber ausräumen. Sebastian Lehmann darf einziehen. Doch Ungemach droht: Die böse Nachbarin will die merkwürdige Hausgemeinschaft vertreiben. „Warum?“, fragt Baby Schnecke. „Weil es für Herzen keine Brillen gibt und diese manchmal blind werden“, erklärt Klinkenpuzter Ede.

Stoffhandtiere erwachen in diesem Stück zum Leben, besonders die Maus Felina besticht durch ihre überschäumende Vitalität. Einschübe, Herr Schiefbahn und Baby Schnecke schnäuzen sehr zur Freude der kleinen Zuschauer in dasselbe Taschentuch und Lieder sorgen für ein kindgerechtes Musical, das vielleicht nur gegen Ende ein wenig zu lang geriet.

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erstellt am 12.Aug.2016 | 06:46 Uhr

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