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Eckernförder Zeitung

03. Dezember 2016 | 20:48 Uhr

Neue Pastorin : Aus der Großstadt aufs Land nach Krusendorf

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Sabine Titz-Müller ist die Nachfolgerin von Ursula Strohecker. Einführungsgottesdienst am 9. Oktober.

Schwedeneck | In dieser Woche sind die Umzugswagen am Pastorat vorgefahren und das erste Bäumchen wurde auch schon gepflanzt: Sabine Titz-Müller ist in Krusendorf angekommen. Nun freut sich die Pastorin, die die Nachfolge von Ursula Strohecker antreten wird, auf ihren Einführungsgottesdienst. Der ist am Sonntag, 9. Oktober, geplant. Aber auch den Ernte-Dank-Gottesdienst am Sonntag wird sie bereits leiten. Ihre Vorfreude auf ihren ersten Einsatz wächst.

Sabine Titz-Müller war zuletzt als Pastorin in Hamburg-Hamm angestellt. Neben der Gemeindearbeit hat sie als Religionspädagogin auch in Kindertagesstätten, der Ökumene und in Schulen gearbeitet. Aus der Großstadt nach Krusendorf – wie ist sie denn auf diese Idee gekommen? „Ich wollte gern wieder aufs Land“, sagt sie und lacht. Aufgewachsen ist die 39-Jährige nämlich in Wohlde, in der Nähe von Stapelholm. Zwar ist sie gleich nach dem Abitur nach Hamburg gegangen um Theologie zu studieren, aber schon zum Vikariat ging es wieder in eine Kleinstadt – nach Heide. Da sie nach dem Vikariat nicht übernommen wurde und Stellen in der Kirche knapp waren, arbeitete Titz-Müller erst als Projektassistentin für die Kirchenkreisfusion Nordfriesland und machte später eine Ausbildung zur Projektmanagerin bei der Handelskammer in Hamburg. „Dabei wollte ich eigentlich immer Pastorin werden – schon als Jugendliche“, verrät sie. Irgendwann kam ein Anruf von der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Hamburg-Hamm – ausgerechnet jemand mit Projekterfahrung wurde gesucht. Das war der Einstieg. In den letzten vier Jahren hatte Titz-Müller eine volle Stelle.

Die Pastorin zieht mit ihrem Mann, Erich Hans Müller, der vor seiner Pensionierung Pastor in Kappeln war, in das Pastorat. „Wir hatten Lust aufs Land“, sagt sie. Sie hatten sich umgeguckt und in Krusendorf alles gefunden, was sie sich vorgestellt hatten: Es ist ländlich, aber nicht zu weit von der nächsten Stadt entfernt, es liegt in einer schönen Gegend und nah am Wasser. „Ich wollte gern mal eine andere Art der Gemeindearbeit erleben“. Gut gefallen hat ihr der Gottesdienst, den sie im April im Bewerbungsverfahren gehalten hatte. Etwa 100 Besucher waren gekommen und haben ihr den Eindruck einer lebendigen Gemeinde vermittelt. Auch die schöne Kirche und die tolle Jugendarbeit haben ihr sofort gefallen, erklärt die Pastorin. Sie wünscht sich eine Gemeinde, die, durch die Generationen, Offenheit mitbringt für neue Impulse. „Und den Eindruck habe ich von dieser Gemeinde bekommen“, sagt sie.

Titz-Müller bekleidet in Krusendorf ab dem 1. Oktober eine halbe Stelle und eine weitere halbe als pastorale Vertretung im Bereich Dänischer Wohld. Ihr erster Einsatz wird am Sonntag der Ernte-Dank-Gottesdienst in der Dreifaltigkeitskirche sein. Ihren Einführungsgottesdienst, am Sonntag, 9. Oktober, wird Propst Sönke Funck begleiten.

Titz-Müller freut sich auf die neue Aufgabe. „Ich mag es, Menschen von Gott zu erzählen. Ich möchte Fragen zu Gott erörtern und diskutieren. Aber ich möchte die Menschen auch begleiten, durch die Stationen des Lebens“, sagt sie. Einen besonderen Augenmerk hat sie auf den 60 Jahre alten Posaunenchor in Krusendorf gelegt, denn die Kirchenmusik ist für sie ein großer Schwerpunkt. Darüber sei sie selbst zur Kirche gekommen: „Ich habe im Chor gesungen und spiele Trompete“, verrät sie.

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erstellt am 30.Sep.2016 | 06:42 Uhr

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