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Eckernförder Zeitung

02. Dezember 2016 | 19:15 Uhr

Altenholz erhält neues Trainingszentrum für THW Kiel

vom

Der Handballmeister aus der Hauptstadt trainiert voraussichtlich ab 2018 in geplantem Millionen-Komplex in der Gemeinde

Altenholz | Das neue Trainingszentrum des THW Kiel wird in Altenholz errichtet. Für den deutschen Rekord-meister sowie für Nachwuchshandballer will ein noch ungenannter Investor bis 2018 eine umfangreiche Anlage aufbauen, die deutlich mehr bieten soll als nur eine Trainingshalle. Die geplanten Kosten für den zwischen der Fachhochschule für Verwaltung und Dienstleistung, dem IT-Unternehmen Dataport und der Wohnanlage „Westside Living“ gelegenen Komplex liegen im zweistelligen Millionenbereich.

Neben den Räumlichkeiten für den Handball, wie Laufbahn, Kraftraum, Arztzimmer, Kantine und Büros, sieht der Investor ein Hostel vor, außerdem Mietraum für weitere Sportangebote, Physiotherapie und Ernährungsberatung. Auch der THW wird als Mieter im neuen Sportzentrum trainieren. Der Hauptsitz des Vereins bleibt weiterhin hin Kiel.

Altenholz’ Bürgermeister Carlo Ehrich war schon seit längerem in die Pläne eingebunden, bis jetzt jedoch zur Verschwiegenheit verpflichtet. „Darüber, dass das sportliche Aushängeschild der Region zu uns nach Altenholz kommt, freuen wir uns sehr“, so Ehrich. „Die Realisierung wird sehr attraktiv für den THW aus sportlicher Sicht und ein deutlicher Image-Gewinn für die Gemeinde.“ Einrichtungen wie Physiotherapie, Kantine und Hostel brächten auch für Altenholz Nutzen. Außerdem erhofft sich der Bürgermeister Vorteile für den lokalen Handball. „Die Halle wird bestimmt nicht rund um die Uhr von den Kielern in Anspruch genommen werden. Da ergeben sich sicher auch Trainingszeiten für unseren TSV.“ Zudem biete die Nähe und der Umgang mit den Kieler Profis vielleicht ein Sprungbrett für die Altenholzer Handballer.

Ein Bauantrag für das Trainingszentrum liegt der Gemeinde noch nicht vor. Ehrich: „Es wäre gut, wenn die Pläne sich in den bestehenden Bebauungsplan des Geländes einfügen ließen, ohne dass dieser geändert werden muss.“ Genaueres werde sich am kommenden Montag zeigen. Dann trifft sich der Bürgermeister mit den Investoren und Vertretern von Dataport.

 

Das sagen die Altenholzer zum geplanten Traininingszentrum des THW Kiel in ihrer Gemeinde:

Florian Holzer (21), Angestellter beim Bauhof, findet: „Das bringt mal ein bisschen Popularität hier in den Ort.“ Er wundert sich zwar, dass Altenholz anstelle von Kiel ausgewählt wurde. „Aber das Trainingslager ist auf jeden Fall eine gute Sache, besonders auch, da die Nachwuchsprofis gefördert werden.

Uta Jürgens (45) aus Wankendorf arbeitet als Küchenleiterin in Altenholz, ist seit 40 Jahren THW-Fan und freut sich deshalb ganz besonders: „Ich finde das eine sehr gute Idee. Handball ist ja nicht der größte Sport in Deutschland. Das Trainingszentrum könnte die Jugend für Handball begeistern.“

Auch Werner Brussig (66), Rentner, war von der Neuigkeit sehr überrascht. „Das ist eine tolle Sache. Für unsere Region ist die Entscheidung gut. Auch weil das Trainingszentrum zusätzlich für andere Dinge als Handball genutzt werden wird.“ Auch die Förderung junger Talente begrüßt er.

Uwe Kuphaldt (65), Rentner aus Kiel, war lange Jahre Altenholzer und fühlt sich  sehr verbunden mit der Gemeinde. „Bei den Bedingungen, unter denen der THW in Kiel trainiert, ist der Umzug eine gute Entscheidung. Der THW arbeitet eng mit dem TSV Altenholz zusammen. Es könnten sich neue Synergien ergeben.“

Anke Petersen (61), Einzelhändlerin: „Ich war völlig baff, als ich davon gehört habe. Wenn Kiel mit eigenen Plänen nicht in die Puschen kommt –  umso besser für uns. Schade nur, dass der THW nicht zusammen mit dem Holstein Kiel geplant hat. Dass diese Kooperation nicht zustande kam, ist schon bitter.“

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erstellt am 22.Jul.2016 | 06:00 Uhr

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