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Eckernförder Zeitung

10. Dezember 2016 | 23:36 Uhr

Kreative Köpfe : Alt-Borby-Modell für Richard-Vosgerau-Schule

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Angefertigt wurde es von Manfred Seyler mit Unterstützung von Hermann Wolter und Thorben Schlegel

Eckernförde | Borby sah nicht immer so wie jetzt aus? Das können sich Frederik, Laura, Lentje, Ole und Justin aus dem Schülerparlament der Richard-Vosgerau-Schule nur schwer vorstellen. Dort, wo ihre Schule steht, soll es vor 900 Jahren nur Bäume und eine Grasebene gegeben haben? Schwer vorstellbar für die Sieben- bis Zehnjährigen. Das wird sich in Zukunft ändern. Seit Donnerstag steht das Modell von Alt-Borby in der Richard-Vosgerau-Schule und soll dort einen dauerhaften Platz erhalten. Sehr zur Freude aller Schüler und Lehrern, wie Karina Vogel, Leiterin des Schülerparlaments, betonte.

Angefertigt wurde es in nur sechs Wochen von Manfred Seyler mit Unterstützung von Hermann Wolter und Thorben Schlegel von der Turn- und Spielvereinigung Eckernförde (TuS) mit künstlerischer Beratung von Maria Reese-Lambertz. Seyler ist Vorsitzender des Modelleisenbahnvereins (TEE) und dort eigentlich für die Elektrizität zuständig – Hermann Wolter hatte ihn um dieses Modell von Borby gebeten. Die Idee dazu sei ihm vor eineinhalb Jahren auf einer Stadtführung durch Borby gekommen, sagt der 62-Jährige, als die Kirche vorgestellt und das Thema Walburg angesprochen wurde. „Da hatte ich den Gedanken, etwas Authentisches von Borby herzustellen“, so Wolter. Manfred Seyler hat das Modell dann im Maßstab 1:300 angefertigt. Die topografischen Verhältnisse entsprechen den historischen Bedingungen. „Ich habe die topografische Karte von Joachim Sebastian von der Heimatgemeinschaft zum Vorbild genommen“, erklärte Manfred Seyler.

Das Modell zeigt Borby vor 900 Jahren, als Siedler sich in der Nähe des Lachsenbaches niederließen. Auf Weisung des Königs errichteten sie eine Schutzburg, an dessen Standort sich heute die Kirche befindet. Authentische Geschichte zum Anfassen – sofort erkannten die Grundschüler anhand der roten Bänder, die auf dem Modell verlegt sind, die Norderstraße und die Bergstraße, wo ihre Schule liegt. „In der Richard-Vosgerau-Schule ist der richtige Platz für das Modell“, ist sich Manfred Seyler, der in Borby aufgewachsen ist, sicher. Auch für Hermann Wolter schließt sich der Kreis. „Ich habe vor 50 Jahren als 12-Jähriger in der Richard-Vosgerau-Schule das erste Mal Trommelstöcke in der Hand gehabt“, sagt der Dirigent der TuS und Jazz-Schlagzeuger.

Das Modell von Alt-Borby wird im Heimat-, Welt- und Sachunterricht seinen Platz finden und den Viertklässlern einen anschaulichen Eindruck von Borby vor 900 Jahren geben.

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erstellt am 17.Okt.2016 | 06:04 Uhr

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