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Geburtsstation : Alle wollen den Erhalt – nur wie?

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Hauptausschuss des Kreises berät über Zukunftskonzept

Eckernförde | Der Hauptausschuss des Kreises hat sich am Donnerstagabend in nicht-öffentlicher Sitzung mit dem Aus für die Kinderstation und die Zukunft der Entbindungsstation an der Imland Klinik Eckernförde befasst. Wie bereits am 4. März berichtet, existiert die Kinderstation nach dem Ausstieg der Beleg-Kinderärzte zum 1. November 2016 nicht mehr. Während die Klinik allein die aus der Versorgung ausgeschiedenen Kinderärzte für die Schließung verantwortlich macht, sehen die Kinderärzte die Klinik mit in der Verantwortung, weil sie die Zahl der geforderten Dienste für sie als Belegärzte wegen der Erkrankung mehrerer Klinik-Pädiater von 10 auf 24 pro Monat erhöht habe und dies nicht zu leisten sei. Für die Behandlung von Neugeborenen, Kindern und Jugendlichen gibt es seitdem eine Vormittagspräsenz, eine kinderärztliche Rufbereitschaft sowie die Versorgung durch Fachärzte auf den anderen Stationen.

Diese Veränderung in der Pädiatrie sowie die aktuelle Entwicklung der Geburtsstation war Thema der dreieinhalbstündigen Beratung in der nicht-öffentlichen Sitzung des Hauptausschusses unter Leitung von Jörg Hollmann (CDU). Die notwendigen Sachinformationen lieferte der Geschäftsführer der Imland Kliniken, Dr. Hans-Markus Johannsen, erklärte Hollmann auf Anfrage unserer Zeitung. Ohne in die Details gehen zu können, sprach der Vorsitzende von einer „sehr konstruktiven Diskussion“, in der deutlich geworden sei, dass alle an einer praktikablen, einvernehmlichen Lösung interessiert seien. Entschieden sei zwar noch nichts, er sei aber „guter Dinge“, dass auch künftig Kinder in der Eckernförder Klinik gut versorgt werden und auch die anerkannte und mit über 800 Geburten sehr erfolgreiche Entbindungsstation weitergeführt wird. Es sei geplant, dass der Kreistag am 27. März eine Entscheidung treffen kann. Bis dahin soll das abgestimmte Konzept der Geschäftsführung vorliegen.

Ein Problem ist allerdings noch zu lösen: Eine Gesetzesänderung aus dem vergangenen Jahr könnte dazu führen, dass die Bezuschussung der extrem hohen Haftpflichtprämien für die Beleggynäkologen und -hebammen als nicht zulässig eingestuft wird. Um diese Angelegenheit rechtssicher bewerten zu können, hat der Hauptausschuss die Kreisverwaltung beauftragt, einen unabhängigen Gutachter zur Überprüfung des Sachverhalts einzuschalten. Das Ergebnis soll, so Hollmann gegenüber der EZ, am 23. März vorliegen und in einer Sondersitzung des Hauptausschusses beraten werden. Sollte sich herausstellen, dass die bisherige Praxis und ein „Weiter so“ nicht mehr möglich sein sollte, muss schnell eine alternative Lösung gefunden werden, um die Geburtsstation weiterführen zu können. Die wahrscheinlichste Lösung ist nach Informationen unserer Zeitung die Einrichtung einer Hauptabteilung Geburtshilfe unter Einbindung der Belegärzte. Darüber wird hinter den Kulissen derzeit heftig diskutiert.



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erstellt am 11.Mär.2017 | 06:01 Uhr

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