zur Navigation springen

Eckernförder Zeitung

09. Dezember 2016 | 03:02 Uhr

Neuer Vorsitzender : Alle für einen: ESV startet das Unternehmen Zukunft

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Mitglieder des Eckernförder SV haben Jörg Meyer einstimmig zum neuen 1. Vorsitzenden gewählt. Neuer Technischer Leiter ist Stefan Westphal. Die Standortfrage bewegt den Verein.

Eckernförde | Der Eckernförder Sportverein hat wieder einen Vorsitzenden. Nach dem Ausscheiden von Manfred Medler und der gut zehnmonatigen Übergangszeit mit seinem Stellvertreter Andreas Obermüller als kommissarischem Vorsitzenden haben die Mitglieder am Dienstagabend in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im vollbesetzten Vereinsheim „Abseits“ am Bystedtredder einstimmig Jörg Meyer zum neuen 1. Vorsitzenden gewählt. „Hocherfreut und geehrt“ sei er, sagte der 55-jährige Borbyer Familienvater. Als er vor zwei Monaten gefragt wurde, ob er neuer Vorsitzender des Eckernförder Traditionsvereins mit rund 570 Mitgliedern werden wolle, habe er nicht sofort „Hurra“ geschrien, räumte Meyer ein. Die Vielzahl der Ehrenämter in Politik – unter anderem als SPD-Ratsherr und 2. stellvertretender Bürgermeister – , Gilde und Gesellschaft sei schon jetzt schwer mit dem Familienleben vereinbar, sagte der Finanzbeamte. Da sein Herz aber für den Fußball und den ESV schlage – er war unter anderem Altligaspieler, hat erfolgreich Jugendmannschaften trainiert und als Co-Trainer unter Niels Bünning gearbeitet –, und die Gespräche mit dem Vorstand vielversprechend verlaufen seien, habe er sich entschlossen, den ESV mit Unterstützung seiner Vorstandskollegen und der Mitglieder fit für die Zukunft zu machen.

Die sportliche Entwicklung sieht Jörg Meyer in den Händen der Jugendkoordinatoren um Henning Seemann sowie dem Trainer- und Betreuerstab der 17 Jugendmannschaften und der drei Seniorenmannschaften in den besten Händen. 250 Jugendspieler gehen beim ESV auf Tor- und Punktejagd und bilden das Grundgerüst für die sportliche Zukunft. Qualifizierte Trainer seien für die Entwicklung von Fußballleidenschaft und Leistungsfähigkeit unentbehrlich. Die Seniorenmannschaften und insbesondere die Ligamannschaft sollen mit starken, jungen Akteuren aus dem eigenen Nachwuchs besetzt werden. Ziel müsse es sein, den ESV wieder in die höchste Spielklasse des Landes, die Schleswig-Holstein-Liga, zu führen und ihn dort zu etablieren. Der Verein könne stolz auf seine Jugendarbeit, die drei Seniorenmannschaften und das Altliga-Team sein, eine Konstellation, die man in Schleswig-Holstein lange suchen müsse.

Meyer riss ein weiteres Zukunftsthema an: die vereinseigene Sportanlage auf einem Erbpachtgrundstück am Bystedtredder. Seit 2013 werde an einem Konzept gearbeitet, das mehrere Varianten vorsieht: den Verbleib am Standort oder einen Verkauf der Anlage und Umzug auf ein anderes Gelände innerhalb der Stadt. Drei Standorte sind im Gespräch: die Preußerkaserne nach dem Umzug der Bundeswehr in den nächsten Jahren, ein Gebiet zwischen Riesebyer Straße und Bundeswehrstraße und eine Fläche am Schulzentrum Süd. In der Sauerstraße könnte eine neue Sportanlage mit den erforderlichen Gebäuden, Sportplätzen und einem Kunstrasenplatz gebaut werden, von dem auch die Schulen profitieren würden. Eine wichtige Weichenstellung für den ESV, die fürs nächste Jahr vorbereitet wird und von den Mitgliedern zu entscheiden ist.

Die ESV-Mitglieder trafen eine weitere Personalentscheidung: Auf den vakanten Posten des Technischen Leiters wählten sie einstimmig den 36-jährigen selbstständigen Elektromeister Stefan Westphal.

Am Ende wurden die Themen Frauen-Fußballmannschaft, Kunstrasenplatz und Hallenzeiten angesprochen. Frauenfußball sei erwünscht, dafür müsste dann in Umkleide- und Sanitärräume investiert werden, sagte der neue Vorsitzende. Der Bau eines Kunstrasenplatzes sei derzeit auf Eis gelegt, weil die Stadt die hohe Investition von über einer halben Million Euro im Zuge der Haushaltskonsolidierung mit einer untergeordneten Priorität eingestuft habe. Gleichwohl, so Meyer, sei ein Kunstrasenplatz wichtig für den Spiel- und Trainingsbetrieb und eigentlich „ein Muss“. Bei der Vergabe der Hallenzeiten gebe es „ein Problem bei der praktischen Umsetzung“. Die Stadt sei aber generell um eine gerechte Regelung bemüht, so Meyer.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 17.Nov.2016 | 06:52 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen