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Eckernförder Zeitung

04. Dezember 2016 | 13:20 Uhr

Zulassungsstellen : Alle Filialen bleiben vorerst erhalten

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

/ Terminvergabe über das Internet geplant

Die Schließung der Kraftfahrzeug-Zulassungsstellen im Kreis ist vom Tisch – zumindest vorerst. Die Verwaltung empfiehlt dem Hauptausschuss, alle drei Filialen der Rendsburger Hauptstelle zunächst zu erhalten. Unter anderem soll jedoch Personal versetzt und eine Terminvergabe über das Internet eingeführt werden, um die Behörde wirtschaftlicher zu betreiben. Im November hatten die Kreis-Politiker die Verwaltung beauftragt, die Zulassungsstellen auf den Prüfstand zu stellen. Der Bericht sollte in diesem Monat vorgelegt werden. Das sei jedoch nicht möglich gewesen, heißt es in einer Beschlussvorlage an den Hauptausschuss.

Die Zeit sei zu knapp gewesen, deshalb sei es nicht gelungen, die Kostenstruktur der drei Standorte in Hohenwestedt, Eckernförde und Altenholz vergleichbar darzustellen. Zudem sei die Arbeitsbelastung durch die Zuwanderung zu hoch. Nun nimmt sich die Verwaltung ein ganzes Jahr Zeit, um das Konzept einer künftigen Struktur der Zulassungsbehörde zu erarbeiten.

Hintergrund für den Wirtschaftlichkeitstest war, dass die Zulassungsbehörde Rendsburg-Eckernfördes in einem Leistungsvergleich aller elf Kreise im vergangenen Jahr am schlechtesten abgeschnitten hatte. Denn nirgendwo im Land gibt es so viele Außenstellen wie im flächengrößten Kreis. Alle anderen unterhalten eine bis zwei dieser Einrichtungen, Rendsburg-Eckernförde liegt mit seinen vier Anlaufstellen weit darüber. Das treibt die Kosten in die Höhe. Deshalb wurde ins Auge gefasst, die Außenstellen zu schließen. Dafür sollten die Mietverträge für die Gebäude vorsorglich gekündigt werden.

Nun strebt die Verwaltung eine „kleine Lösung“ an: Mit vier Vorschlägen will sie erreichen, die Filialen wirtschaftlicher arbeiten zu lassen. Dazu soll an der Stellschraube Personal gedreht werden. Die Mitarbeiter sollen so verteilt werden, dass alle in etwa gleich viele Geschäftsvorfälle bearbeiten. Laut einer Aufschlüsselung bekommt jeder Vollzeitbeschäftigter in Altenholz mit fast 4100 Fällen am meisten Arbeit auf den Tisch, während es in Eckernförde mit gut 2000 Fällen am wenigsten ist. Rendsburg und Hohenwestedt liegen mit 3200 beziehungsweise 3300 dazwischen. Um die Mitarbeiter in Altenholz, wo die Beschäftigung bei 4,3 Stellenanteilen liegt, zu entlasten, müsste Eckernförde einige seiner 5,31 Stellenanteile dorthin verlagern. Ein weiterer Vorschlag betrifft die Öffnungszeiten, sie sollen an allen Standorten gleich sein. Derzeit schließt die Altenholzer Filiale beispielsweise freitags schon um elf Uhr. Das hat laut Gerd Hackbart, Fachgruppenleiter der Zulassungsbehörde, zur Folge, dass Kunden aus diesem Einzugsbereich an diesem Tag nach Rendsburg fahren, weil die Hauptstelle eine Stunde länger geöffnet ist. Dadurch steigt das Arbeitspensum. Bei gleichen Öffnungszeiten werden die Kundenströme laut Hackbart besser verteilt.

Dritter Punkt der Verbesserungsliste: Die Kunden sollen künftig nicht mehr auf gut Glück in die Zulassungsstelle kommen müssen, um sich dort eine Wartenummer zu ziehen und im schlechtesten Fall 90 Minuten zu warten. Stattdessen sollen sie bequem von zu Hause über das Internet einen Termin vereinbaren können. Auch das helfe, die Kundenströme zu lenken, so Hackbart. Vorschlag vier betrifft die Arbeitsprozesse, die überall gleich ausgeführt werden sollen.

Ob sich die Kreis-Politiker auf die Pläne einlassen, entscheidet der Hauptausschuss in öffentlicher Sitzung am Donnerstag, 19. Mai, um 17 Uhr im Raum 169 des Kreishauses an der Kaiserstraße 8 in Rendsburg.

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erstellt am 10.Mai.2016 | 06:38 Uhr

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