zur Navigation springen

Eckernförder Zeitung

10. Dezember 2016 | 17:45 Uhr

Bauarbeiten : Ärgernis für Händler und Pendler

vom

Sanierung der Bundesstraße 76 zwischen Kosel und Fleckeby hält Kunden von Ortsgeschäften fern

Fleckeby | Fleckeby Die Erneuerungsarbeiten an der Bundesstraße 76 nerven nicht nur die Anwohner. Auch die Geschäfteinhaber in Fleckeby spüren die Arbeiten am teils deutlichen Kundenrückgang. Thomas Sobieralske (27), Werkstattleiter bei Wil-kar am östlichen Ortsausgang: „Man merkt es schon. Der Weg zu uns ist einfach länger. Auf den kleinen Nebenstraßen, auf die die Leute ausweichen, bilden sich oft Staus. An engen Stellen müssen die sich Entgegenkommenden manchmal zurücksetzen.“ Die Laufkundschaft bleibe ganz aus.

Zulieferer Olaf Detlefsen (60) fährt täglich mehrmals Ware nach Fleckeby. „Die großen Umwege nerven schon“, sagte er. „Sie bedeuten einen erheblichen Mehraufwand.“ Renate Neumann (59) arbeitet in der Tankstelle an der B 76. „Am Wochenende, als die Straße hier gesperrt war, hatten wir ganz geschlossen. Am Montag war deutlich weniger Kundschaft da, weswegen wir schon um drei zugemacht hatten.“ Auch gestern schloss die Tankstelle bereits um 18 Uhr. „Es rentiert sich nicht länger“, so Neumann. Sie ist aber zuversichtlich, dass die weiteren Bauarbeiten das Geschäft weniger beeinträchtigen werden, jetzt, da der erste Abschnitt von der Mitte des Herwegs bis zur Einmündung Kreisstraße abgeschlossen wurde.

Auch die Kundschaft sei wenig begeistert von den langen Umwegen, die man nun fahren muss. „So sehr kaputt war die Strecke noch nicht“, urteilte Renate Neumann, und Thomas Sobieralske stimmte ihr zu: „Anderswo ist es deutlich schlimmer. Von Kosel nach Rieseby sollte man besser mal was machen.“

Gleicher Meinung war Rentnerin Karin Glaser (69). „Das finden auch viele andere im Dorf.“ Karin Glaser wohnt direkt an der B 76, Höhe Dorfstraße. „Ich fahre wegen der Baustelle kaum noch mit dem Auto, sondern mit dem Fahrrad. Damit kommt man über den Radweg leichter durch.“ Viele aus der Nachbarschaft seien ebenfalls auf’s Rad umgestiegen. „Der Lärm der Baustelle nerve sie nicht besonders. Ganz im Gegenteil. Durch die Sperrung falle der sonst übliche Straßenlärm weg.

Ähnlich sahen es die meisten der befragten Fleckebyer. Vier Arbeiter, die an einer anderen Baustelle beschäftigt waren, störten sich nicht an der Arbeit der Kollegen. Es sei ja auch nicht für lang. Wilfred Schulz (71), Pflegedienstbetreiber, meinte: „Die Straßenerneuerung war mal nötig.“ Baulärm und Umwege seien schon in Ordnung, das müsse man eben in Kauf nehmen. „Man hört zwar den Baulärm ein bisschen“, meinte eine Urlauberin aus Dresden, „aber die Baustelle wandert ja nun weiter.“

Der gestern begonnene zweite Bauabschnitt soll am 8. August abgeschlossen sein. Dieser erstreckt sich von der Kreisstraße bis zur Einmündung Schoolbek. Der dritte Abschnitt bis zur Einmündung der Landesstraße 253 nach Kosel ist vom 8. bis 19. August geplant. In diesem Bereich soll ein 300 Meter langes Teilstück des Radweges erneuert werden. „Das Wetter war bisher sehr günstig“, sagte Matthias Neu, der Fugen zwischen Fahrbahn und Bordstein entlang der B 76 zog. „Bisher verläuft alles nach Plan.“

zur Startseite

von
erstellt am 27.Jul.2016 | 06:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen