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Eckernförder Zeitung

06. Dezember 2016 | 11:21 Uhr

PREMIERE : Abends ins dunkle Museum

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Großer Andrang herrschte am Mittwoch bei der Ferienspaßaktion mit der Stadtführerin Christel Fries. Der Museumsbesuch einmal anders, spannend und kindgerecht, kam bei den 23 Kindern gut an.

Eckernförde | Fest verschlossen ist die Eingangstür des Museums, von draußen sind einige merkwürdige Lichtblitze vor den Fenstern im ersten Stock zu sehen. Waren etwa Einbrecher am Werk? Drinnen versammeln sich 23 Kinder um die Ausstellungsfläche, die das Gefecht vor Eckernförde zwischen den Dänen und den Herzogtümern Schleswig und Holstein am 5. April 1849 darstellt. Die kleinen Schiffe wirken gespentisch, als das Licht von Taschenlampen auf sie fällt. Es ist dunkel – die kleinen Lampen der Kinder bilden die einzigen Lichtquellen im Raum. Der abendliche Besuch mit der Stadtführerin Christel Fries im Museum ist eine echte Premiere. Erstmals hat die Stadt diese Veranstaltung in ihr Angebot für die Aktion Ferienspaß aufgenommen. Und diese kam so gut bei den Kindern an, dass Fries mehreren eine Absage erteilen musste. „Ein Museum kann auch eine Schatzkiste sein“, begrüßt sie die Jungen und Mädchen. Dabei sind auch die Schwestern Tomma (9) und Elva (8) aus Rieseby mit ihrer Freundin Emma (8). Genau wie für Henriette (10) aus Eckernförde ist dieser Museumsbesuch für die Mädchen alles andere als langweilig. Sieht der Oberst der Gelben Westengilde im Dunkeln nicht doch etwas gruselig aus? Fries besucht die für Kinder interessanten Stationen im Museum, etwa das Spielzeug der Nachkriegszeit oder den Tante-Emma-Laden, zu der ihr sofort eine Anekdote aus ihrer eigenen Kindheit einfällt. Ihr Dauerlutscher, den sie sich als Steppke beim Kaufmann um die Ecke ihres Kindergartens kaufen durfte, schmeckte stets leicht säuerlich. „Der Kaufmann war blind. Mit seinen Fingern griff er sowohl in das kleine Fass für saure Gurken als auch zum Lolli.“ Trotz der Dunkelheit müssen die Kinder nach elf Buchstaben Ausschau halten – gilt es doch, das Lösungswort für den Besuch zu finden. Am Ende werden die Buchstaben zusammengesetzt: Museumsstern lautet die gesuchte Vokabel. Zur Belohnung gibt es für alle einen kleinen Stern zum Anstecken und eine kleine Naschitüte. Fries und die Kinder verlassen das Museum, dessen Exponate sich in der Dunkelheit wieder selbst überlassen bleiben.

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erstellt am 21.Okt.2016 | 05:25 Uhr

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