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Eckernförder Zeitung

02. Dezember 2016 | 19:13 Uhr

REKORDverdächtiges jahr : 400 Babys in nur sechs Monaten

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Geburtenstation der Imland-Klinik verzeichnet einen rasanten Anstieg an Geburten. Edda, Baby 400, wird am 26. Juni um 12.19 Uhr geboren.

Eckernförde | Es ist gerade einmal vier Jahre her, da kämpften Eltern und Hebammen um den Erhalt der Geburtenstation in der Imland-Klinik Eckernförde. Jetzt kann die Station einen rasanten Anstieg in der Beliebtheit bei werdenden Eltern verzeichnen.

Es war 12.19 Uhr, als vorgestern das 400. Baby, die kleine Edda, dort geboren wurde. 54 Zentimeter lang und 3430 Gramm schwer, ist das Kind wohlauf. „Wir haben nicht damit gerechnet, diese Zahl vor Ablauf des ersten Halbjahres zu erreichen“, sagt Dr. Swana Swalve-Bordeaux, eine von vier Beleggynäkologinnen. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr wurde das 400. Baby am 12. August entbunden. 2012, im Krisenjahr, erblickte das 400. Baby am 17. September das Licht der Welt.

Eddas Mutter, Nina Lang, hat sich für die Geburt ihres ersten Kindes ganz bewusst für die Imland-Klinik entschieden. „Die Hebammen und die Ärzte hier sind sehr freundlich und nett und die Atmosphäre stimmt“, sagt die 30-Jährige, die in Schuby lebt. Wie Eddas Vater, Maik Gattermann (29), ist sie als Soldatin im U-Boot-Geschwader Eckernförde tätig. Für eine Wassergeburt hat sich die Sanitätsmeisterin trotzdem nicht entschieden.

Das große Anbot für die Schwangeren an verschiedenen Arten, das Kind zur Welt zu bringen, ob im Wasser, auf dem Ball, im Stehen, im Liegen im Bett oder auf dem Stuhl, ist nur eines der hervorstechenden Merkmale der Eckernförder Geburtenstation.

Die Rundumversorgung durch eine Hebamme für die Schwangere ist das herausragende Angebot in der Imland-Klinik. 13 Beleghebammen stehen bereit und stehen den werdenden Müttern bereits Wochen vor der Geburt zur Seite. Vier Beleggynäkologinnen, zwei Stationsärztinnen und ein Honorararzt arbeiten im Schichtdienst. Den Zuwachs – im Laufe des gestrigen Tages stieg die Zahl der Geburten auf 408 – erklärt sich Swalve-Bordeaux nicht allein mit dem Argument der ortsnahen Versorgung der Schwangeren. Denn nur rund 150 Frauen aus Eckernförde entbinden pro Jahr in der Klinik. „Die Leute kommen aus Flensburg und aus Kiel, um hier zu entbinden“, so die Frauenärztin. Zum einen führt sie das auf die Schließung der Geburtenstationen in Glücksburg und auf Sylt zurück, zum anderen auf das Leitbild der Eckernförder Geburtenstation, das auch die Väter einbezieht. Die Aufnahme des Partners ist ausdrücklich vorgesehen. Es sei denn, die Zahl der Geburten an einem Tag ist so hoch, dass jedes der 15 Betten gebraucht wird. „Dann improvisieren wir schon mal und machen aus dem Familienzimmer einen Kreißsaal“, so Swalve-Bordeaux. Ansonsten stehen drei Kreißsäle und die Badewanne als Geburtsort zur Verfügung. Auf die Frage, ob die Zahl 800 in diesem Jahr erreicht wird, möchte die Gynäkologin nicht antworten. „Wir freuen uns über jedes Baby.“

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erstellt am 28.Jun.2016 | 06:06 Uhr

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