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Eckernförder Zeitung

03. Dezember 2016 | 05:43 Uhr

Jubiläum : 40 Jahre ein Zuhause für die Kleinsten

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Jubiläum in der evangelischen Kindertagesstätte Sankt Johannesstift / Feierstunde, Fotoschau und Laternenumzug am 4. November

Damp | Generationen von Kindern haben ihre ersten selbstständigen Schritte in der evangelischen Kindertagesstätte Sankt Johannesstift unternommen. Heute am 1. November wird die Einrichtung unter Leitung von Maike Lehmann 40 Jahre alt. Dieses Jubiläum wird mit einem Frühstück und Gottesdienst mit den Kindern gefeiert. Geladene Gäste, und ab 16.45 Uhr auch Familien, werden das Jubiläum am Freitag, 4. November, unter dem Motto „Kinder sind das Licht der Gemeinde“ würdigen.

Noch ist das Organisationsteam um Erzieherin Heike Markgraff, die heute ihr 40-jähriges Arbeitsjubiläum begeht, in den Vorbereitungen. Für den im Anschluss an die Feierstunde und die kurze Andacht (17 Uhr) geplanten Laternenumzug werden fleißig Laternen gebastelt. Sehr viel Zeit nimmt auch die Vorbereitung einer Bilderschau ein, die am 4. November in einem Raum der Einrichtung in einer Dauerschleife für Besucher läuft. „Angesichts der vielen Fotoalben haben wir erst gesehen, was hier in den Jahren alles passiert ist“, ergänzen die Erzieherin Gabi Wiese und Hannelore Schäfer.

Fest verbunden mit der Geschichte der Kindertagestätte in Trägerschaft der Kirchengemeinde Sieseby und der Gemeinden Damp, Holzdorf und Thumby ist Heike Markgraff aus Wuppertal, die als 20-Jährige ihre Ausbildung in Düsseldorf abgeschlossen hatte. Am 1. November 1976 übernahm sie die Leitung des neuen Kindergartens. „Ich wollte nur zwei Jahre an der Ostsee bleiben“, verrät sie. Doch es gefiel ihr. Sie lernte ihren Mann kennen und gründete eine Familie mit drei Kindern. Gemeinsam mit einer Helferin betreute sie 1976 39 Kinder in zwei Gruppen. Heute werden in der Einrichtung 80 Kinder in zwei Krippengruppen und drei Regelgruppen von elf pädagogischen Fachkräften, einer Köchin, einer Reinigungskraft und einer Vertretungskraft betreut.

Die Zahlen machen den Bedeutungszuwachs deutlich, den der Kindergarten über die Jahrzehnte gewonnen hat, sagen die Erzieherinnen. Früher wurde das Angebot als Spielgruppe und zum Aufbau von sozialen Kontakten verstanden. „Heute wird in Kindertagesstätten Vorschulerziehung geleistet“, sagt Hannelore Schäfer. Dabei ist den Erzieherinnen wichtig, dass die Kinder sich im „hier und jetzt nach ihren Fähigkeiten entwickeln“. Zugleich seien die Anforderungen an die Einrichtung und die Mitarbeiter in Folge von gesellschaftlichen Veränderungen stark gewachsen, sagt Markgraff.

Kennzeichnend für die Kindertagesstätte ist die stetige Zunahme der zu betreuenden Kinder und die dadurch bedingte Erweiterung und Bildung von Außenstellen. Bis Januar 1985 blieb Markgraff Einrichtungsleiterin. Dann gab sie die Leitung an Ulrike Spliethoff ab, um selber mehr Zeit für ihre Kinder zu haben. Zugleich kam eine weitere Gruppe hinzu. Es wurde der Betriebskindergarten Damp integriert. Damit wurde auch die Betreuungszeit auf die damals ungewöhnlich lange Zeit von 6.45 bis 17 Uhr ausgedehnt. Im August 1990 wurde in der alten Grundschule Seeholz eine Kinderstube neu eingerichtet. Gabi Wiese leitete sie und kam im März 1992 mit ihrer Kollegin Hannelore Schäfer mit der Gruppe zurück nach Vogelsang. Dort waren Garagen zum neuen Gruppenraum umgebaut worden. Die Zahl der Kinder stieg weiter und 1998 wurde eine Wohnung im Kita-Gebäude zusätzlich für eine vierte Gruppe genutzt. Ein großer Schwung Kinder zwang 2001 erneut, eine Außenstelle zu bilden. In Vogelsang gegenüber vom Bäcker war bis 2003 eine Gruppe untergebracht. „Das war für die anderen Gruppen ein Abenteuer, sie zu besuchen“, erinnert sich Schäfer.

2007 wurde erstmals eine U3-Betreuung angeboten. Der Grund: oft seien beide Elternteile gezwungen zu arbeiten. Sie vermittelten ihren berufstätigen Eltern immer die Gewissheit, dass die jungen Kinder bei ihnen in guten Händen seien, meint Wiese. Zuletzt, auch um die zunehmende Zahl an U3-Kinder betreuen zu können, wurde 2014 ein Erweiterungsbau erstellt, der 2015 eingeweiht wurde.

Besonders die neue große Halle wird von den Gruppen gerne genutzt, berichtet Markgraff von ihren Erfahrungen. In all den Jahren habe ihr die Arbeit, an immer wieder anderen Positionen, viel Spaß gemacht, sagt sie. „Wir sind einfach ein gutes Team.“ Doch nicht nur die Arbeit in der Einrichtung, mit Eltern und Förderverein, sei immer konstruktiv und angenehm, das Team dankt auch der Kirchengemeinde und den Trägergemeinden für ihre immer sehr gute Unterstützung und Hilfe in allen Belangen, sagt Markgraff auch im Namen von Einrichtungsleiterin Maike Lehmann.

Jetzt freuen sie sich auf das Fest und rufen die Bürger in Vogelsang auf, am 4. November den Laternenumzug mit Lichtern im Vorgarten oder im Fenster getreu dem Motto „Kinder sind das Licht der Gemeinde“ zu begleiten. Im Anschluss wird es eine Überraschung am Kindergarten geben.


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erstellt am 01.Nov.2016 | 06:25 Uhr

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