zur Navigation springen

Eckernförder Zeitung

09. Dezember 2016 | 03:02 Uhr

Jubiläum beim Freizeitkreis : 40 Jahre Biwak-Tage – Wetter egal!

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

73 Kinder zwischen sechs und 13 Jahre verbringen in diesem Jahre eine Ferienwoche in Birkenmoor.

Schwedeneck | 15  000 Liter Wasser, 22  000 Liter Biwak-Tee, 12  000 Brötchen, 1200 Kilogramm Brot, etwa 750 Kilo Margarine respektive Butter, 300 Kilo Bolognese und 250 Kilo Pommes frites – das ist Teil der Bilanz, die der Freizeitkreis Schwedeneck aus 40 Jahren Biwak-Tagen zieht, die seit Sonnabend wieder in Birkenmoor stattfinden.

In den Sommerferien 1976 wurden sie erstmals als Alternative zu den Zeltlagern der Pfadfinder für Kinder aus Schwedeneck und umliegenden Gemeinden veranstaltet. Zunächst fanden die seinerzeit dreitägigen Freizeiten in Kuhholzberg statt und seit 22 Jahren, nach weiteren Zwischenstationen, auf der Koppel von Hermann Schnoor in Birkenmoor. Aus den ursprünglich drei Tagen sind inzwischen acht Tage geworden. Nahmen zu Beginn etwa 40 Kinder teil, stieg die Zahl im Laufe der Jahre kontinuierlich an und in diesem Jahr sind 73 Kinder zwischen sechs und 13 Jahren mit von der Partie, um in Zelten zu übernachten, gemeinsam zu spielen, zu grillen, am Lagerfeuer zu sitzen und zusammen ein paar tolle Tage zu verbringen. 14 Betreuer, eine Küchencrew, zwei Sanitäter und etliche weitere Ehrenamtler, ohne die das Ganze gar nicht machbar wäre, sorgen dafür, dass alles reibungslos klappt und die Kinder ihren Spaß haben. So wie Alexander Schulan aus Surendorf und Carsten Jöns aus Gettorf, die am Sonntag im Küchenzelt am Grill standen. „Frühstück, Mittag, Abendbrot und Zwischenmahlzeiten – das ist ein Fulltime-Job“, meinte Schulan, der seit 2008 zum ehrenamtlichen Küchenteam gehört. „Aber wir sind alle mit viel Spaß dabei; ein Blick in die glücklichen Kinderaugen ist unser Dankeschön“, so Schulan weiter. Und Jöns, der dieses Jahr erstmals mitmischt, nickt zustimmend. Ebenfalls ehrenamtlich ist Nina Heruth, gelernte Arzthelferin und Angestellte am UKSH in Kiel, als Sanitäterin dabei. „Ich habe extra noch meine Erste-Hilfe-Kenntnisse aufgefrischt“, so die Surendorferin. In ihrem Sanitätszelt ist etliches machbar, auch wenn es meist um kleine Schnittverletzungen und ähnliches geht. „Am Samstag hatte ich 15 Patienten, heute waren es drei – inklusive eines ausgefallenen Milchzahns“, zog sie lächelnd eine erste Bilanz.

Der Regen am Sonntagvormittag störte die Teilnehmer nicht sonderlich. Einige saßen mit den Betreuern Max Naeve (14) und Daniel Theisen (29) trotzdem am Lagerfeuer, ein paar andere spielten im strömenden Regen Fußball und wieder andere nahmen an Workshops wie „Holzarbeiten“ oder „Freundschaftsbänder“ in den großen Zelten, in denen tagsüber das Leben spielt, teil. „Normalerweise wird vormittags gespielt und am Nachmittag finden die Workshops statt. Heute machen wir es wegen des Regens umgekehrt“, so Stefan Strüben vom Vorstand des Freizeitkreises – Improvisation kein Problem.

Neben den Workshops und Spielen, wie eben Fußball oder der traditionellen Biwak-Olympiade, gibts natürlich auch echte Höhepunkte. An erster Stelle dürfte die Fahrt in den Hansa-Park nach Sierksdorf stehen, die seit Jahren immer am Mittwoch auf der Agenda steht. Zudem kommt an einem Tag die Feuerwehr Birkenmoor, die eine Plane zur Wasserrutsche umfunktioniert, die Polizei kommt mit zwei Motorrädern vorbei und dann gibt es noch – Dieter Bohlen lässt grüßen – „Biwak sucht das Supertalent“. Wenn am Sonnabend die diesjährigen Biwak-Tage enden, haben die Kinder – und mit Sicherheit auch die Ehrenamtler – eine aufregende und teilweise wohl auch anstrengende Woche hinter sich und die Wasser-Tee-Brötchen-Bolognese-Pommes-Bilanz muss auf den neuesten Stand gebracht werden.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen