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Eckernförder Zeitung

08. Dezember 2016 | 05:17 Uhr

Stadthalle : 3,3 Millionen Euro für die Stadthalle

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Ratsversammlung hat mehrheitlich für die Teilsanierung der Stadthalle im Außenbereich (2,7 Millionen Euro) plus Innensanierung (650 000 Euro) gestimmt.

Eckernförde | Bürgermeister Jörg Sibbel hatte es im Bauausschuss gesagt: Die Sanierung der Attika an der Stadthalle ist zwingend erforderlich. „Eine weitergehende Sanierung kann man machen, muss man aber nicht. Das ist eine politische Entscheidung.“ Und die Politik hat sich entschieden: Mit den Stimmen von CDU (außer Michael Kornath, der sich enthielt), SPD und Die Linke hat sich die Ratsversammlung am Montagabend mit 13 zu 9 Stimmen für eine Außensanierung für 2,7 Millionen Euro ausgesprochen und folgte damit der Empfehlung des Bauausschusses. Dazu gehört die Sanierung der Attika, des Daches und der Pfosten-Riegel-Konstruktion sowie der Austausch von Fenstern und Türen und die Erneuerung der Tourist-Info-Fassade und des Lesesaals der Bücherei. Hinzu kommt bei gleicher Stimmverteilung (diesmal mit Kornath) die Innensanierung der Stadthalle für 650  000 Euro. Die Ratsmitglieder von Bürger-Forum, Grünen, SSW und FDP stimmten dagegen.

Beim rhetorischen Schlagabtausch verdeutlichte jede Fraktion noch einmal ihren Standpunkt: „Wir brauchen eine Mehrzweckhalle, und genau diesen Zweck erfüllt die Stadthalle“, sagte CDU-Fraktionschefin Katharina Heldt. Sie lehnte den von Matthias Huber (Bürger-Forum) gebrachten Vorschlag eines Stadthallen-Neubaus strikt ab: „Wir wollen keine zweite Never-ending-story.“ Auch die SPD hält laut Frauke Piechatzek eine Sanierung für wichtig und den Standort für richtig. „Wir sind zuversichtlich, bald einen Bau präsentieren zu können, der dem Namen Stadthalle auch gerecht wird.“

Ganz anders Matthias Huber: Nur die Sanierung der Attika sei laut Verwaltung notwendig, „alles andere ist ohne Not“, so der Fraktionsvorsitzende des Bürger-Forums. Er warb nach wie vor für einen Neubau an anderer Stelle in Kombination mit einem Kino und zählte die Synergie-Effekte auf. Noch einmal rechnete er vor, wie sich die Kosten für einen Neubau seiner Meinung nach verteilen würden und bat die anderen Fraktionen zumindest um einen Zeitaufschub. Bei den zu bewegenden Millionenbeträgen habe er „Bauchschmerzen“.

Sylvia Grabowski-Fillmer (SSW) sah die Sache pragmatisch: „Wir machen jetzt den Deckel auf, und dann kommt das große Bauen.“ Sprich: Es könnten sich noch größere Baustellen auftun, wenn erst die Bausubstanz näher untersucht würde. Sie plädierte dafür zu prüfen, was ein Neubau wirklich kosten würde. Bislang standen Kosten von 14,5 Millionen Euro im Raum, wenn man die jetzige Stadthalle eins zu eins neu bauen würde.

Und auch Edgar Meyn (Grüne) befürchtet, dass noch mehr Kosten auf die Stadt zukommen könnten. Außerdem sei der Nutzen der energetischen Sanierung noch nicht einmal durchgerechnet worden. Die Stadthalle sei zuschussbedürftig, am falschen Standort und ihr Konzept veraltet. „Sagt bloß Nein zu diesem Kram.“

Rainer Beuthel (Die Linke) stellte die Frage, wie die steigende Verschuldung der Stadt mit dem Bau einer neuen Stadthalle zusammenpassen würde. „Diese Finanzspiele sind nicht nachvollziehbar.“ Er stimmte für die Sanierung.

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erstellt am 20.Jul.2016 | 06:40 Uhr

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