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Eckernförder Zeitung

04. Dezember 2016 | 21:26 Uhr

225 Viertklässler auf der Pirsch mit 40 Jägern

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

„Lernort Natur – Schlau wie ein Fuchs“: Kreisjägerschaft Eckernförde organisiert naturnahen Unterricht

Seit über 20 Jahren organisiert die Kreisjägerschaft Eckernförde eine „Lern-Rallye“ durch die Flora und Fauna des Waldes für die Viertklässler der Grundschulen im Dänischen Wohld. In diesem Jahr hatten sich die Grundschulen aus Gettorf, Osdorf, Felm, Neuwittenbek, Surendorf, Schinkel und Strande mit insgesamt 225 Kindern für diese lehrreiche Veranstaltung gestern morgen im Hegelehrrevier angemeldet.

Bei der Begrüßung der Schulkinder und ihrer Lehrerinnen durch Christoph von Dollen (35), Oberjäger und Herr über 530 Hektar teilweise bewaldetes Revier, wurde die etwa dreistündige Waldtour mit musikalischen Jagdhorn-Signalen eingeleitet. Immerhin hatten sich an diesem Vormittag 40 Jäger bereit erklärt, an den insgesamt 15 Stationen der Rallye Erklärungen zu den vielfältigen Themen rund um den Wald und die Jagd zu geben. Die Kinder erhielten an diesen ausgewählten Standorten ausführliche Informationen, unter anderem zum Verhalten im Wald und in der Natur, zu den Aufgaben der Jäger, zu Wildunfällen oder wie diese vermieden werden können. Auf einem Fragebogen waren anschließend jeweils drei Aufgaben pro Station zu lösen.

Dorothea Larsen, Lehrerin an der Grundschule Felm, betonte: „Wir nehmen mit unserer Klassenstufe immer wieder gern an dieser Veranstaltung teil. Die Kinder lernen auf diese Weise auch, dass die Jäger nicht die Bösen sind, sondern ihre Arbeit für ein gutes Gleichgewicht in Wald und Natur enorm wichtig ist.“

Christoph von Dollen ist mit der insgesamt positiven Resonanz auf das Angebot aus der Jägerschaft sehr zufrieden. Er sagte: „Die Grundschüler sind ein dankbares Publikum und beteiligen sich sehr interessiert. Wir erhielten tatsächlich schon Rückmeldungen, dass aufgrund dieser außergewöhnlichen Unterrichtsstunden Schüler später ihre Liebe zur Jagd entdeckten und eine Jagdscheinprüfung abgelegt haben.“

Während die Schulkinder die Stationen abliefen, erhielten die Lehrerinnen bei Christoph von Dollen eine, wie er sagte, „kostenlose Wiederauffrischung der Biologie-Kenntnisse“ und weitreichende Erläuterungen zum Revier. So erfuhren die interessierten Zuhörerinnen, dass im Mischwald des Hegelehrreviers mit den vielen hochgewachsenen Buchen vorrangig Dam- und Rehwild lebt, jedoch der Marderhund zunehmend Probleme bereitet, da dieser seine Beute unter dem Jungwild und in den Gelegen sucht. Das Thema „Wildunfälle“ hingegen besitzt in diesem Revier keine große Bedeutung, da aufgrund des gut angenommenen Wildtunnels und der Einzäunung jährlich nur etwa vier Wildunfälle eintreten. „Dann natürlich meist im Oktober zu Beginn der Brunftzeit“ erläuterte von Dollen, zu dessen Aufgaben auch die Waldbewirtschaftung und Bepflanzung zählen.

An den Stationen wurde inzwischen von den kleinen „Waldexperten“ nach den richtigen Antworten auf den Laufzetteln geforscht und bei den auskunftsfreudigen Jägern fleißig nachgefragt. So auch bei der Station von Fritz Maurischat, einem der 19  500 Jäger in Schleswig-Holstein, der sein Wissen über Raben, Krähen und Kormorane an die Schulkinder weitergab. Denn schließlich winkte zum Abschluss wieder der Wanderpokal für das beste Team, auf dem die Gewinner-Schule mit einer eigenen Plakette verewigt wird. In diesem Jahr durfte die Grundschule aus Strande den Pokal mit nach Hause nehmen. Zweiter wurde die Schule am NOK, Standort Neuwittenbek vor der Grundschule Surendorf. Für alle anderen gab es auch eine Belohnung: Die Jäger hatten im Anschluss an den Wettbewerb den Grill in Betrieb gesetzt und mit Wurst und Brötchen für einen leckeren Abschluss gesorgt.

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erstellt am 09.Sep.2016 | 06:22 Uhr

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