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Eckernförder Zeitung

04. Dezember 2016 | 00:54 Uhr

Herzstiftung : 1300 Kilometer für den guten Zweck

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Studenten aus Rieseby und Eckernförde fahren mit dem Rad von München über Graz nach Rom und sammeln Spenden für die Kinder-Herz-Hilfe Schleswig-Holstein.

Rieseby | Von München über die Alpen nach Graz und quer durch die Dolomiten bis nach Rom. Marthe Rißmann (27, aus Eckernförde) und Clemens Schipper (28, aus Rieseby) haben sich rund 1300 Kilometer Strecke vorgenommen, die sie mit ihren Fahrrädern zurücklegen wollen. Am Sonntag, 14. August, fahren sie im Nachtbus nach München, um ihre Reise ab dort zu beginnen. „Wir machen Urlaub und tun uns etwas Gutes, warum tun wir nicht auch anderen Gutes damit“, sagt Marthe Rißmann. Und so verbinden die beiden Studenten aus Berlin ihre Abenteuerreise mit einem Spendenaufruf zu Gunsten des Vereins Kinder-Herz-Hilfe Schleswig-Holstein.

Rißmann, die mit einem angeboren Herzfehler geboren wurde, schätzt die Arbeit der Stiftung sehr und ist selber noch regelmäßig im Herzzentrum der Uniklinik Kiel zur Kontrolle. Ihr habe es geholfen, regelmäßig Sport zu machen und ihr Herz zu trainieren. „Der Befund ist seit Jahren sehr stabil“, sagt sie und fühlt sich auch für die Radtour vorbereitet. Speziell Sportprojekte fördert die Stiftung bei Kindern und berät deren Eltern, berichtet die junge Frau. Um diese Arbeit zu unterstützen, rufen sie zu Spenden auf.

Rißmann und Schipper haben Ende Juli ihre Bachelor-Prüfungen in Berlin bestanden. Jetzt brauchen sie eine Auszeit, „eine Belohnung für die letzten Semester“, sagt Schipper. Er hat Kommunikationsdesign studiert, seine Freundin Geoökologie und Umweltwissenschaft.

Die Idee, mit dem Rad nach Rom zu fahren, wurde Anfang des Jahres geboren. Gute Räder hatten sie schon. Radfahren ist ihr Hobby. So legen sie in Berlin täglich lange Strecken zurück, um zur Hochschule oder zur Arbeit zu kommen. Bei Tagestouren haben sie mal ausprobiert, längere Strecken zu fahren, ansonsten ist es ihre erste große Radtour. Während sie im Internet viel über anderen Touren und ihre Vorbereitung gelesen haben, haben sie ihre Fahrstrecke nur grob geplant. „Wir haben Zeit und wollen uns auch erholen“, sagt Clemens Schipper. Mit gut 100 Kilometern ist der erste Abschnitt ab München an den Chiemsee die längste Strecke. „Wir haben geplant, immer an Seen zu übernachten“, ergänzt Marthe Rißmann. Ihr erster Zwischenstopp mit zwei Tagen Pause soll am Ende der ersten Woche im ostösterreichischem Graz sein. Dort wollen sie einen Freud besuchen und Wäsche waschen. Auch wenn jeder von beiden mit rund 30 Kilogramm Gepäck und Rad sparsam ausgerüstet ist, so versuchen sie doch möglichst das Gewicht zu reduzieren. In dieser Woche machen sie Packproben der Taschen, beladen ihre Räder und lernen das andere Fahrverhalten durch das Gewicht kennen.

Von Graz aus wird es dann über die Dolomiten Richtung Italien gehen. Über die Poebene, Venedig werden sie links liegen lassen, geht es über Bologna weiter nach Florenz. Wie es ab der Toskana Richtung Rom weitergehen wird, an der Küste entlang oder im Landesinneren, das werde sich vor Ort zeigen, sagen beide. Marthe Rißmann kennt Italien, sie lebte ein Jahr lang in Florenz als Au Pair. Die Stadt will sie ihrem Freund auf jeden Fall zeigen. Und da zu Italien vor allem auch das Essen gehört, werden die beiden abends nicht am Gaskocher sitzen und selber kochen, sondern das Flair in den kleinen Gassen genießen und sich bekochen lassen. Für Morgens und zwischendurch wird es frisches Obst geben, aber sie nehmen auch Müsli und Eiweißpulver mit.

Einen Teil der Strecke werden sie auf der via francigena (Frankenweg) zurücklegen. Entlang des Pilgerweges, der in Canterbury (GB) beginnt und nach Rom führt, und inzwischen auch schon abschnittsweise mit dem Rad befahren werden kann, werden sie Quartiere nutzen. Ansonsten sind sie mit einem Leichtzelt (zwei Kilogramm), Schlafsack und Isomatte für Campingplätze vorbereitet.

Für ihre Tour haben sie in Berlin eine handvoll alter Fahrräder repariert und mit etwas Gewinn verkauft. Außerdem reagierten verschiedene Firmen auf ihre Sponsoranfragen. So gab es das Zelt, Fahrradmäntel und Schläuche als Unterstützung.

Auf ihrer Homepage: www.radreise-kinderherzhilfe.tumblr.com/ informieren sie während der Reise, die sie Ende September wieder nach Berlin führt, über die Zwischenstationen. Allerdings werden sie nicht täglich Updates liefern, stellt Clemens Schipper fest, „wir wollen entschleunigen.“ Über ihre Homepage können sich auch Spender informieren. Das Geld kommt direkt auf das Spendenkonto der Stiftung, Rißmann und Schipper erfahren selber erst nach der Fahrt, wie viele Spenden sie initiieren konnten. Spenden können entweder als Einmalbetrag überwiesen werden oder aber, man sagt einen gewissen Betrag, beispielsweise 2 Cent je Kilometer zu, der dann am Ende überwiesen wird, erläutert Schipper die Möglichkeiten.

 

Infos: www.radreise-kinderherzhilfe.tumblr.com/. Überweisungen unter dem Stichwort: „Radreise an die Kinderherzhilfe Schleswig-Holstein e.V.”. Kontonummer: IBAN: DE39 2105 0170 1001 6168 02, BIC: NOLADE21KIE bei der Förde Sparkasse für die Kinderherzhilfe Schleswig-Holstein e.V.




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erstellt am 11.Aug.2016 | 06:32 Uhr

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