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Saisonauftakt in Quickborn : Die Torfbahn tuckert wieder im Moor

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Arbeitsgemeinschaft Torfbahn Himmelmoor startet mit drei Fahrten am Ostersonntag. Sonderfahrten fast ausgebucht.

Quickborn | Ein letzter Hammerschlag beendete am Ostersonntag die Vorbereitungen für die neue Saison der Torfbahn im Himmelmoor. Dan Zelck befestigte das Schild für den Kartenverkauf. Dann war alles bereit für die erste offizielle Fahrt in diesem Jahr.

„Wir waren nicht im Winterschlaf, denn an so einer Bahn ist immer was zu tun“, erläuterte Jürgen Kallinich, stellvertretender Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft (AG) Torfbahn Himmelmoor. Der Triebwagen wurde gewartet und überholt und auch die Waggons wurden während der Wintermonate gepflegt und ausgebessert. „Wir haben den technischen Zustand ausgebessert und entsprechend dokumentiert. Bei so einem Stück braucht es schon einiges an Pflege“, sagte Kallinich. Dabei kann der Verein auf erfahrene Helfer setzen. „Wir haben Fachpersonal der AKN, das bei uns Mitglied ist. Wir sind sehr froh, dass wir solche Fachleute haben, die auf den Zustand unserer Bahn achten“, sagte Kallinich.

Gleich drei Fahrten bot die Arbeitsgemeinschaft Torfbahn Himmelmoor zum Start in die Saison an – sonst sind es zwei pro Fahrttag (siehe Infokasten). Etwa eine Stunde und zehn Minuten dauert die Fahrt über die etwa vier Kilometer lange Strecke durch das Himmelmoor. „Es ruckelt und wackelt alles ein wenig, aber das muss bei einer Torfbahn so sein“, sagte Zelck bei der Begrüßung der ersten Mitfahrer. Die Helfer der AG Torfbahn Himmelmoor hatten da schon die erste Runde über die Schienen gedreht – auf einer Draisine. „Das Wetter hat uns einige Sorgen bereitet“, gestand Kallinich und ergänzte: „Wir haben die Schienen heute morgen erstmal kontrolliert, weil wir Angst vor Windbruch hatten.“ Doch alles war frei – keine Sträuche oder Äste auf den Schienen. „Auf der freien Fläche merkt man schon, dass der Wind ordentlich pfeift“, so Kallinich zur Jungfernfahrt in diesem Jahr. Es wird aber nicht die letzte Fahrt bleiben.

Die ersten Mitfahrer hatten sich gut gegen Wind und Wetter gerüstet und teilweise sogar Decken dabei.
Die ersten Mitfahrer hatten sich gut gegen Wind und Wetter gerüstet und teilweise sogar Decken dabei. Foto: Bastian Fröhlig
 

„Bei den Sonderfahrten sind wir schon jetzt fast an der Kapazitätsgrenze“, erläuterte Zelck. Die ersten Anfragen hätten bereits abgesagt werden müssen. „In der Woche können wir einen Zug pro Tag anbieten. 50 Plätze stehen pro Zug zur Verfügung. Wir müssen aber darauf achten, dass wir nicht den Torfzügen in die Quere kommen. Daher können wir erst fahren, wenn im Torfwerk Feierabend ist“, erläuterte Kallinich. Doch tägliche Fahrten sein nicht umsetzbar. „Wir machen das alles ehrenamtlich und sind froh, dass wir einige Mitglieder haben, die Fahrten unter der Woche anbieten können“, so Kallinich. Massentourismus wolle man aber nicht im Himmelmoor. „Wir veranstalten auch keine Partyfahrten“, erläuterte Zelck. Sonderfahrten würden nur für naturkundliche Zwecke angeboten. „Uns geht es am Ende um die Natur“, so Kallinich.

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erstellt am 18.Apr.2017 | 13:00 Uhr

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