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Barmstedter Zeitung

11. Dezember 2016 | 13:07 Uhr

Barmstedt : Wischhof-Bebauung rückt näher

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Der Bauausschuss votiert für seniorengerechtes Wohnen und Gewerbe.

Barmstedt | Zwei Gebäude für seniorengerechtes Wohnen und Gewerbe: Das könnte in naher Zukunft auf dem nördlichen Teil des Barmstedter Wischhofgeländes entstehen. Der Bauausschuss hat diesen Plänen am Montag zugestimmt. BALL und Grüne lehnten sie ab. Die Stadtvertreter müssen die Entscheidung noch bestätigen.

Wegen der Nähe zu den Supermärkten sollte das Gebiet als Mischfläche ausgewiesen werden, sagte Anne Nachtmann vom Planungsbüro dn-Stadtplanung. Ein reines Wohngebiet zu schaffen, wäre wegen der dann erforderlichen Schallschutzmaßnahmen kaum möglich. Die Politiker konnten sich mit einem Mischgebiet anfreunden. „Wenn man dort zum Beispiel eine Facharztpraxis ansiedeln könnte, wäre das sehr schön“, sagte der Ausschussvorsitzende Ortwin Schmidt (CDU). Und für seniorengerechtes Wohnen sei die Lage „optimal“. Es bestehe „keine Notwendigkeit, näher an den Krückaupark heranzurücken“, sagte dagegen Günter Thiel (BALL). „Wir haben gerade genügend andere B-Pläne in der Entwicklung.“ Zudem könnte in der Innenstadt noch der ehemalige Rewe-Komplex für Wohnraum genutzt werden. Die BALL halte daher eine Bebauung des Wischhofs „nicht für sinnvoll“. Marina Quoirin-Nebel (Grüne) wies darauf hin, das Areal sei „ein Kleinod und ein sensibler Bereich. Es ist eine der letzten großen innerstädtischen Grünflächen, die auch klimatisch wichtig ist.“ Es bleibe aber noch „eine große Fläche erhalten – und wir sollten mit den Baugebieten nicht immer nur nach außen gehen“, entgegnete Ernst-Reimer Sass (CDU). Die Festsetzung, dass nur ein Viertel der Fläche bebaut werden dürfe, sei „sehr moderat“, fand auch Anette Bremer-Wilms (SPD).

Der BUND und die Untere Naturschutzbehörde hätten darauf hingewiesen, dass die Bäume erhalten bleiben sollen, sagte Nachtmann. Im B-Plan werde daher festgelegt, dass Ersatz gepflanzt werden muss, falls sie doch gefällt werden müssen.

Damit die zweigeschossigen Gebäude die Sichtachse vom Rewe-Parkplatz zur Kirche nicht zu sehr einschränken, sollen sie maximal zehn Meter und in Richtung Humburg-Haus maximal acht Meter hoch sein, sagte Nachtmann. Im Norden des Baugebiets soll ein öffentlich zugänglicher Gehweg in Richtung Humburg-Haus entstehen.

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erstellt am 09.Nov.2016 | 16:00 Uhr

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