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Barmstedter Zeitung

23. März 2017 | 15:27 Uhr

Weitere Gemeinden gehen ans Netz

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Breitbandausbau Stadtwerke haben Bokholt-Hanredder und Lutzhorn angeschlossen / Kundenzentrum Sparrieshoop schließt

Der Breitbandausbau der Barmstedter Stadtwerke schreitet zügig voran. Derzeit gehen mit Bokholt-Hanredder und Lutzhorn zwei weitere Gemeinden ans Netz. Zudem werde in Bad Bramstedt und Nützen (Kreis Segeberg) gebaut. Das berichtete Fred Freyermuth, Geschäftsführer der Stadtwerke Barmstedt, im Gespräch mit unserer Zeitung. Für Bad Bramstedt mussten die Stadtwerke noch eine Wirtschaftslichkeitsberechnung an die Barmstedter Politik nachreichen, deren Fehlen von der SPD im Werkausschuss moniert worden war (wir berichteten). „Inzwischen ist der Wirtschaftsplan von der Stadtvertretung verabschiedet worden“, so Freyermuth.

In Bokholt und Lutzhorn können nach seinen Angaben 515 Haushalte vom schnellen Internet profitieren. Insgesamt hätten die Stadtnetze dort 23 Kilometer Leerrohre und 15 Kilometer Lichtwellenleiter-Hauptkabel verlegt. Tiefbaufirmen brachten die Leerrohre in die Erde – „nach planerischen Vorgaben in Bezug auf Tiefbau-, Leerrohr- und Faserplanung, die wir mit eigenen Kompetenzen durchführen“, betonte Freyermuth. Das spare Kosten. Weitere Kosten seien eingespart worden, weil die Verlegung der Trasse in Lutzhorn mit einer geplanten Baumaßnahme der Gemeinde abgestimmt wurde, so Freyermuth. Auch in Bokholt-Hanredder sei die Trasse im Zuge einer neuen Wasserhauptleitung mitverlegt worden. Freyermuth wies darauf hin, dass mit steigendem Netzausbau auch mehr Kunden einen Zugang zum Rechenzentrum im Wasserwerk hätten, um ihre Daten zu speichern. „Der große Vorteil ist, dass wir einen eigenen direkten Zugang ermöglichen, der nicht über das Internet läuft“, betonte Freyermuth.

Die für Sommer geplante Schließung des Kundenzentrums in Sparrieshoop (wir berichteten) begründete Freyermuth damit, dass die Geschäftsstelle überflüssig geworden sei. Es sei eingerichtet worden, als dort das Glasfasernetz verlegt worden war. „Wir wollten Ansprechpartner vor Ort sein und übernahmen die Räumlichkeiten der Sparkasse, die ihre Filiale dort schloss“, sagte er. Nach knapp drei Jahren sei nun die Erschließung der Gemeinde mit Glasfaser abgeschlossen. „Mit einer super Anschlussquote“, betonte er. Danach sei das Büro vor Ort nicht mehr erforderlich gewesen.

Freyermuth berichtete zudem, dass die Stadtwerke eine Bewerbung für Konzessionsverträge als Netzbetreiber für sieben Gemeinden des Amts Rantzau für Strom in der Amtsverwaltung eingereicht hätten. In drei davon habe man ein entsprechenden Angebot auch für die Gasversorgung gemacht. „Es betrifft 1800 Hausanschlüsse“, so Freyermuth. Die Konzession des jetzigen Netzbetreibers Schleswig-Holstein Netz AG laufe ab. „Wir bewerben uns, um unser Netzgebiet deutlich vergrößern zu können“, so Freyermuth.

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