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Barmstedter Zeitung

08. Dezember 2016 | 17:08 Uhr

Gross Offenseth-Aspern : Vorfahrt genommen: Zwei Verletzte

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Kollision Drei Autos stoßen auf der Kreuzung in Groß Offenseth zusammen / Unfallort steht seit Monaten immer wieder im Fokus

Die Serie an Unfällen in Groß Offenseth-Aspern reißt nicht ab: Gestern Morgen sind bei einer Kollision auf der Kreuzung Hauptstraße/Dorfstraße/K  18 zwei Menschen leicht verletzt worden. Wie Polizeisprecherin Sandra Mohr berichtete, hatte der Fahrer eines Sprinters einer Frau in einem Peugeot die Vorfahrt genommen. Nach dem Crash war das Auto in einen wartenden Golf geschleudert, in dem ebenfalls nur eine Person saß. Alle drei Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden.

Um kurz vor 9.30 Uhr waren die Autos auf der Kreuzung kollidiert. Laut Mohr war ein 48-Jähriger mit seinem Sprinter von der A  23 in Richtung Lutzhorn unterwegs. An der Kreuzung missachtete er offenbar die Vorfahrt und stieß mit dem Kleinwagen einer 30-Jährigen zusammen, die von Barmstedt auf dem Weg in Richtung Brande-Hörnerkirchen war. Durch das umherschleudernde Auto wurde auch ein VW Golf getroffen, der aus Richtung Lutzhorn gekommen war und an der Haltelinie stand.

Durch den Aufprall wurde die Front des Transporters zerstört. Am Sprinter entstand laut Mohr ein Schaden von 15  000 Euro, am Golf von 1000 Euro. Der Peugeot ist ein Totalschaden. Die Feuerwehren aus Groß Offenseth-Aspern und Barmstedt seien gegen 9.30 Uhr zur Unfallstelle alarmiert worden, berichtete Wehrführer Harald Hell, der gemeinsam mit Björn Mohrdieck den Einsatz leitete. Schweres Gerät habe man bei der Bergung nicht einsetzen müssen, berichtete Hell. Die Barmstedter Wehr war mit vier Fahrzeugen und zwölf Einsatzkräften, die Offensether Wehr mit zwei Fahrzeugen und zehn Einsatzkräften vor Ort. Zudem waren mehrere Rettungswagen und der Notarzt an der Unfallstelle im Einsatz. Die Kreuzung war während der Rettungsmaßnahmen und Bergungsarbeiten nur halbseitig befahrbar. Die Polizei regelte den Verkehr. Gegen 10.30 Uhr war die Straße wieder geräumt.

Immer wieder stand die Kreuzung in den vergangenen Monaten nach Unfällen im Fokus der Berichterstattung. Bürgermeister und Politiker aus der Gemeinde fordern schon seit Jahren, dort einen Kreisel zu bauen, um die Lage zu entschärfen. „Die Schwere der Unfälle hat zugenommen“, sagt Wehrführer Hell. „Es ist bereits das dritte Mal, dass wir in diesem Jahr auf der Kreuzung zum Einsatz kommen.“ Der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Itzehoe will sich in den kommenden Tagen zu dem Thema äußern. Bei der Barmstedter Polizei gilt die Kreuzung seit längerem als Unfallschwerpunkt. Laut Polizeichef Peter Kroll hatten sich dort im vergangenen Jahr zehn Unfälle ereignet.

Auch in diesem Jahr hat es auf der Kreuzung bereits häufiger gekracht, wie ein Blick in das Archiv dieser Zeitung zeigt: Mitte Januar hatte die Fahrerin eines BMW, der aus Richtung der A  23 kam, offenbar ein Stoppschild übersehen und einem Ehepaar aus Barmstedt die Vorfahrt genommen. Die BMW-Fahrerin rammte den Kia der beiden auf der Kreuzung. Sämtliche Insassen wurden nach Angaben der Feuerwehr verletzt, zum Teil schwer. Beim Ehepaar habe zwischenzeitlich sogar Lebensgefahr bestanden.

Am Montag vor zwei Wochen hatte laut Polizei eine Autofahrerin, die aus Richtung Lutzhorn kam, am Stopp-Schild erst vorschriftsmäßig gehalten. Dann sei sie plötzlich in die Kreuzung gefahren, um nach links in Richtung Barmstedt abzubiegen. Ein Lkw-Fahrer erfasste den Kleinwagen am rechten Kotflügel. Die beiden Autoinsassen hatten laut Polizei viel Glück und erlitten nur leichte Verletzungen. Am selben Tag hatte es zudem einen tödlichen Unfall auf der Hauptstraße gegeben. Dieser hatte sich allerdings mehrere hundert Meter entfernt ereignet.

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erstellt am 07.Jun.2016 | 16:00 Uhr

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